Opfer zog nach mehreren Einbrüchen um

Amtsgericht urteilt

Der Einbruch in ihre Wohnung hinterließ bei den Opfern tiefe Spuren. Sie fühlten sich nicht mehr sicher und zogen fort. Der 43-jährige Täter musste sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten.

LÜNEN

von Von Heinrich Höckmann

, 26.09.2012, 12:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im November des vergangenen Jahres verliert die 26-jährige Zeugin ihren Haustürschlüssel. Zunächst fällt ihr das nicht auf. Bei zwei Einbrüchen vermutet sie die geöffnete Terrassentür als Ursache. Als klar wird, dass der verlorene Schlüssel dem Täter den Zugang zur Wohnung ermöglicht, informiert sie den Vermieter, da es sich um eine Schließanlage handelt. Der unternimmt nichts. Am 5. Februar dieses Jahres wird dann erneut eingebroche. Der Täter nimmt eine Playstation und ein Notebook mit. Beides versucht er in einem Pfandhaus in Dortmund zu Geld zu machen und kann so ermittelt werden.

Vor Gericht berichtete die Zeugin von ihren Ängsten. Mit der kleinen Tochter mochte sie nicht mehr in der Wohnung bleiben. Sie zogen zunächst zu den Eltern und suchten sich dann eine neue Wohnung. Auf dem Laptop waren alle Fotos der Tochter gespeichert, auch dass ein erheblicher Verlust. Eine Entschuldigung des Täters im Gerichtssaal wollte sie nicht annehmen.

Die Prognose für den Angeklagten siedelte der Bewährungshelfer im Bereich von Hoffnung an. Eine stationäre Entgiftung und eine Therapie seien dringend angezeigt, meinte er. Die Richterin riet dem Angeklagten, sich einer solchen Therapie zu unterziehen, dann könne die Strafe ausgesetzt werden. Das Urteil lautete: Ein Jahr Freiheitsentzug ohne Bewährung.

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