Ostern und Corona – Polizeipräsident warnt vor Picknick und Anhusten

Coronavirus

Ostern ist schönstes Wetter angesagt. Groß Feiern ist wegen der Corona-Krise nicht möglich. Der Polizeipräsident appelliert an die Bürger, die Regeln zu beachten. Sonst werden Strafen fällig.

Lünen

10.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei bestem Frühlingswetter zog es schon vergangenes Wochenende viele Menschen nach draußen. Die meisten halten sich an das Kontaktverbot. Der Polizeipräsident appelliert an die Bürger, dass auch zu Ostern zu tun.

Bei bestem Frühlingswetter zog es schon vergangenes Wochenende viele Menschen nach draußen. Die meisten halten sich an das Kontaktverbot. Der Polizeipräsident appelliert an die Bürger, dass auch zu Ostern zu tun. © Goldstein

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und die Wettervorhersage verspricht am verlängerten Wochenende viel Sonne in Lünen. Die Corona-Pandemie macht daraus ein einzigartiges und schwieriges Fest, das alle vor Herausforderungen stellt.

„Ich bin mir bewusst, dass die Vorschriften im Kontext der Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger in Dortmund sowie Lünen zu starken Einschränkungen führen“, sagt Polizeipräsident Georg Lange. Ein traditionelles Familienfest könne deshalb meist nur im kleinen Kreis stattfinden. Die zumeist positiven Erfahrungen seit der Festlegung des weitreichenden Kontaktverbotes lassen ihn jedoch auch zuversichtlich auf Ostern schauen.

Man vertraue weiter auf das verantwortungsbewusste Verhalten der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger.

Kontrollen und Strafen bei Verstoß gegen Kontaktverbot

Die Dortmunder Polizei werde weiter das Kontaktverbot kontrollieren und appelliert daran, sich an die Regelungen zum Unterbrechen der Infektionskette zu halten.

In Bezug auf die Osterfeiertage sind die Menschen angehalten, auf touristische Reisen zu verzichten - gleiches gilt für etwaige Familien- oder Bekanntenbesuche. Das Grillen am See oder das Fußballspielen im Park mit mehreren Freunden kann empfindliche Strafen nach sich ziehen: So ist etwa für das Picknicken oder Grillen auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen ein Bußgeld von 250 Euro vorgesehen.

Wer - ausgenommen von Familienangehörigen oder Personen aus demselben Haushalt - mit mehr als einer weiteren Person in der Öffentlichkeit im Auto unterwegs ist, muss mit 200 Euro rechnen.

Polizisten absichtlich angehustet

Die aktuelle Situation stellt auch die Polizeibeamten vor viele Herausforderungen und bringt sie in riskante oder gefährliche Situationen. Dass dies nicht nur zufällig geschieht beziehungsweise den aktuellen Umständen geschuldet ist, zeige ein Einsatz am 7. April. Weil ein Auto in Schlangenlinien unterwegs war, kontrollierten die Beamten den 31-jährigen Fahrer. Dieser widersetzte sich nicht nur den Maßnahmen, sondern hustete die Polizisten an - unterstrichen mit dem Ausruf „Corona“.

Zwar deutete letztlich nichts auf eine tatsächliche Infektion hin, die Strafbarkeit dieser unverantwortlichen Aktion wird jedoch von der Polizei geprüft. Die bewusste Ansteckung mit dem Virus könne im Fall einer Verurteilung eine fünfjährige Freiheitsstrafe nach sich ziehen.

„In dieser aktuellen Ausnahmesituation danke ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in besonderem Maß - für ihre Professionalität, ihr Engagement und ihr Pflichtbewusstsein“, so Lange. „Viele von ihnen werden auch an den kommenden Feiertagen im Dienst und aus diesem Grund nicht bei ihren Familien sein.“

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