Panne bei neuen Laternen für die Kamener Straße

Unterlagen kamen nie an

Bleibt es an der Kamener Straße einen weiteren Winter lang dunkel? Das befürchteten der Lüner SV und andere Bürger vergangene Woche: Ein für den Neubau von Laternen notwendiges Gutachten der Stadt sei nie beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW angekommen. Doch der gibt nun Entwarnung.

LÜNEN

, 18.10.2016 / Lesedauer: 3 min
Panne bei neuen Laternen für die Kamener Straße

Samet (2.v.l.) und Arda (2.v.r.) überreichten Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Donnerstagabend die 154 Unterschriften. Damit wurde klar, dass notwendige Unterlagen für das Bauvorhaben bei Straßen.NRW nicht angekommen sind.

Die Kamener Straße bereitete der Stadt und vor allem dem Lüner SV vergangene Woche wieder Sorgen: An der Kamener Straße bleibe es bis auf Weiteres dunkel, niemand wisse, wann zusätzliche Straßenlaternen dort gebaut werden. Geplant war das bereits für Ende 2015, dann für Anfang 2016.

Rückblick: Drei Jahre ist es her, dass die Kamener Straße zwischen Seseke-Brücke und Zwolle Allee saniert wurde. Die reduzierte Beleuchtung sei laut Straßen.NRW damals mit der Stadt Lünen abgestimmt worden. Die Straße liegt im Verantwortungsbereich des Straßenbetriebs.

2014 dann übten der Lüner SV und der ADFC erstmals heftige Kritik: Die Beleuchtung sei zu gering, die Sicherheit der Kinder nicht gewährleistet, hieß es. „Das ist ein Angstraum. Wir schicken unsere Kinder in der Dunkelheit nicht dort lang“, zitierte Jugendleiter Werner Krause die besorgten Eltern, die ihren Nachwuchs reihenweise vom Training abmeldeten.

Was war schief gelaufen?

Schwierigkeiten und Versäumnisse bei der Planung der neuen Laternen verzögerten Bauarbeiten. Nach einem klärenden Gespräch zwischen Stadt und Straßen.NRW im September sollten eigentlich alle Unstimmigkeiten ausgeräumt worden sein, ein neues sogenanntes Licht-Gutachten sollte an den Straßenbetrieb gehen. Auf dem Postweg.

Doch als Samet und Arda, zwei junge Spieler aus der E-Jugend des Lüner SV, vergangene Woche eine Unterschriftenliste mit 154 Unterzeichnern an Bürgermeister Kleine-Frauns übergeben haben wurde klar, dass die Unterlagen nie bei Straßen.NRW angekommen sein sollen.

Das habe der Landesbetrieb erklärt, sagte Kleine-Frauns - kurz vor Übergabe der Unterschriften-Liste habe die Stadt am 12. Oktober nachgefragt . „Das ist eine untragbare Situation. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Aber die Stadtverwaltung war nicht untätig“, bat der Bürgermeister die Vertreter des Lüner Sportvereins vergangene Woche um Verständnis für die neuerliche Verzögerung.

Neuer Vertrag ist wohl auf dem Weg

Am Montag gab es nun aber Entwarnung: Das Licht-Gutachten für die zusätzlichen Laternen auf der Kamener Straße ist bei Straßen.NRW angekommen. Das bestätigte Gabriele Wegmann, die als Sachgebietsleiterin für allgemeine Rechtsangelegenheiten bei Straßen.NRW zuständig ist. „Die Originale sind gar nicht bei uns angekommen, aber wir haben die Unterlagen per E-Mail erhalten.“

Nun werde ein Standardvertrag anhand der Planunterlagen der Stadt vorbereitet: „Wir hoffen, dass der Vertrag Anfang nächster Woche der Stadt Lünen vorliegt“, so Wegmann. Dann können laut Straßen.NRW die Bauarbeiten an der Kamener Straße beginnen - sofern die Stadt nichts gegen den Vertrag einzuwenden hat. Die Arbeiten werden von den Stadtwerken Lünen vorgenommen. „Da die Anlage der Stadt gehört, fällt sie in ihren Zuständigkeitsbereich“, erklärte Wegmann.

Zuvor hatten sich vor allem Bürger erfolgreich für die Laternen eingesetzt. Ihr Bestreben haben wir 2015 im Video festgehalten:

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