Pannenserie setzt sich fort beim Testen

Meinung

Etwas peinlich ist es schon, was der Kreis Unna da vorgelegt hat: eine Liste mit neun Schnelltest-Zentren für 400.000 Menschen. Und die Angaben für Lünen sind dabei noch fehlerhaft.

Lünen

, 15.03.2021, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einmal pro Woche kann man sich ab sofort kostenlos per Schnelltest auf Corona testen lassen - an neun Stellen im Kreis Unna, davon drei in Lünen.

Einmal pro Woche kann man sich ab sofort kostenlos per Schnelltest auf Corona testen lassen - an neun Stellen im Kreis Unna, davon drei in Lünen. © dpa

Schnelltests sind wichtig. Vielleicht die größte Chance, mehr Normalität in der Corona-Ausnahmezeit zu erlangen. Umso mehr schmerzt es zu sehen, wie schwer sich die verantwortlichen Stellen mit der Organisation tun. Der Kreis Unna sitzt da nur am unteren Ende der Kette.

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Das ist das Angebot seit Montag: ein kostenloser Schnelltest pro Person und Woche - in der Theorie. In der Praxis sieht das anders aus. Denn als sich der Gesundheitsminister in Berlin mit der vollmundigen Ankündigung an die Öffentlichkeit wandte, fehlten noch die Strukturen vor Ort. Auch im Kreis Unna.

Die Colosseum-Apotheke hatte bereits ein fertiges Konzept in der Schublade, als das Corona-Kabinett noch tagte. Sie begann zu testen, als andere noch diskutierten - mit Genehmigung, allerdings noch nicht mit der Zusicherung einer Kostenübernahme. Menschen aus dem ganzen Kreis nutzen seitdem das Angebot in Lünen. Dass ausgerechnet diese Apotheke auf der neuen Schnelltestzentren-Liste des Kreises fehlt, ist nicht nur peinlich, sondern typisch für die aktuelle Situation, in der Vieles mit heißer Nadel genäht erscheint. Dabei währt die Krise schon ein Jahr lang.

Wir selbst sollten da mehr Routine beweisen und die Schnelltests fleißig nutzen. Am besten häufiger als einmal in der Woche. Zum Glück gibt es die ja auch zu kaufen. Manchmal zumindest.

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