Parkhaus-Vandalismus: Das Problem ist ein anderes

Meinung

Der Vandalismus-Vorfall im Parkhaus am Tobiaspark ist unangenehm, aber er ist nur Teil eines größeren Problems, findet unsere Autorin. Eines, das ohnehin derzeit wieder stark diskutiert wird.

Lünen

, 26.02.2021, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Treppenhaus des Parkhaues am Tobiaspark ist derzeit abends abgeschlossen.

Das Treppenhaus des Parkhaues am Tobiaspark ist derzeit abends abgeschlossen. © Peter Fiedler (Archiv)

Sicherlich liest es sich wie ein schlechter Scherz: Personen begehen sanitären Vandalismus und verrichten ihre Notdurft im öffentlichen Parkhaus. Doch das spielt sicherlich wieder in den größeren Themenkomplex hinein, dass es zu wenige sanitäre Optionen in der Lüner Innenstadt gibt. Gaststätten sind nach wie vor geschlossen und die wenigen öffentlichen WCs im Stadtraum sind nur begrenzt nutzbar.

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Der Stadt ist das selbst bewusst. Neue Toilettenanlagen am Bahnhof sind bereits in der Prüfung des Stadtentwicklungs-Ausschusses. Und auch zur Fertigstellung der Persiluhrpassage im Jahr 2023 soll voraussichtlich eine barrierefreie Toilettenanlage zur Verfügung stehen. Doch das sind Projekte, die Zeit und vor allem Geld beanspruchen. Und die laufenden Wartungs- und Servicekosten einer sanitären Anlage wollen ebenfalls gedeckt werden.

Wichtig ist zudem nicht nur, dass mehr sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen, sondern auch, dass diese wertschätzender behandelt werden. Und dies ist sicherlich in Anbetracht der Ereignisse im Parkhaus eine größere Aufgabe. Es muss gelingen, dies zu vermitteln, damit öffentliche Toiletten nicht der ewige wunde Punkt im Stadtbild sein müssen.

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