Personelle Engpässe im Lüner Kulturbüro zu erwarten

Probleme bei Weihnachtsmarkt-Organisation

Mit dem Konzept für den Lüner Weihnachtsmarkt auf dem richtigen Weg sieht sich die Stadt. Personelle Veränderungen im Laufe des Jahres im Kulturbüro könnten aber für Probleme bei der Organisation sorgen.

LÜNEN

, 23.02.2018, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weihnachtsmarkt Lünen 2017: Zur Eröffnung erstrahlten erstmals die Herrnhuter Sterne in der Fußgängerzone und machen die Lange Straße zur Sternengasse.

Weihnachtsmarkt Lünen 2017: Zur Eröffnung erstrahlten erstmals die Herrnhuter Sterne in der Fußgängerzone und machen die Lange Straße zur Sternengasse. © Foto Goldstein

Im Ausschuss für Kultur und Europaangelegenheiten zog Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß am Mittwochabend eine positive Bilanz des Weihnachtsmarktes 2017. Er machte aber auch deutlich, dass es personelle Probleme geben werde. So hat ein Mitarbeiter, der im Kulturbüro für die Organisation des Weihnachtsmarktes zuständig war, sich beruflich verändert und die Stadtverwaltung verlassen. Seine Stelle ist mittlerweile vom Kulturbüro zu den Personellen Diensten verlegt worden.

Die Aufgaben blieben beim Kulturbüro. Zwei langjährige Mitarbeiter werden zudem dieses Jahr in Rente gehen. Man müsse prüfen, ob Aufgaben wie Städtepartnerschaften, internationale Kontakte und Marketing fürs Kulturbüro künftig verlagert werden müssen.

Organisationsuntersuchung

Zudem haben die Mitarbeiter des Kulturbüros zahlreiche Überstunden. Um zu ermitteln, wie das Kulturbüro künftig arbeiten soll, wird intern eine Organisationsuntersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse werden aber erst nach den Sommerferien vorliegen.

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Dass eine Stelle aus dem Kulturbüro verlegt wurde, fand im Ausschuss keinen Beifall. „Wir sollen die Wiederbesetzung der Stelle einfordern. Es kann nicht sein, dass alle Welt eine Verbesserung des Weihnachtsmarktes fordert und der Bürgermeister die Leute abzieht“, so Uwe Walter (SPD).

Fraktionen werden sich mit dem Thema beschäftigen

Ausschussvorsitzender Dirk Wolf (CDU) schlug vor, in den Fraktionen zu besprechen, wie man reagiere: „Dann brauchen wir keinen Stellenplan beschließen, wenn die Stelle aus dem Kulturbüro in die Personaldienste gepackt wird.“

Ansonsten soll die Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt weiter bestehen. Dass die Zeit bereits dränge, machte Wolfgang Manns (GFL) deutlich. Die von Müller-Baß genannte Alternative, die Organisation des Weihnachtsmarktes auszulagern, würde in diesem Jahr wohl nicht mehr greifen können.

Den Weg, den man 2017 erfolgreich eingeschlagen hatte, mit Herrnhuter Sternen, Baumpatenschaften und mehr Kreativhütten, wolle man weiter beschreiten, so Müller-Baß. Man könnte beispielsweise an einen drehbaren Weihnachtsbaum denken, der beim Workshop im vergangenen Frühjahr vorgeschlagen wurde. Wichtig sei, auch wenn es ein turbulentes Jahr fürs Kulturbüro werde, dass man auch 2018 einen ordentlichen Weihnachtsmarkt präsentiere.

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