Pläne vorgestellt: Was sich Lüner Kinder für ihren neuen Spielplatz wünschen

Stadtgrün

„Kinder an die Macht“ sang einst Herbert Grönemeyer. Bei der Spielplatzgestaltung in Lünen dürfen die künftigen Nutzer zumindest ihre Wünsche und Vorstellungen äußern.

Nordlünen, Brambauer

, 29.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pläne vorgestellt: Was sich Lüner Kinder für ihren neuen Spielplatz wünschen

An der Johannesstraße in Wethmar beteiligten sich viele Kinder an der Diskussion über den neuen Spielplatz und studierten ganz genau den vorgelegten Plan. © Günther Goldstein

An mehreren Orten in Lünen steht die Renovierung von Spielplätzen auf dem Plan. Jetzt hat die Abteilung Stadtgrün damit begonnen, ihre Pläne mit den späteren Nutzern abzugleichen.

Denn es ist sinnvoll, dass die Kinder aus der direkten Umgebung ihre Wünsche nennen und schon mal einen Blick auf die Pläne werfen, damit die künftigen Spielplätze dann auch tatsächlich genutzt werden.

Dieses Prinzip lief schon einige Male erfolgreich. Und auch diesmal waren am Montag (28.10.) zu den ersten beiden Terminen viele junge Interessenten gekommen.

Klettern, schaukeln, Wasserspiele

Der stellvertrentende Amtseiter Jürgen Arendes, seit langem erfahrener Spielplatzplaner, ist mit dabei. Den Anfang machte der Spielplatz am Ende der Johannesstraße in Wethmar. Hier waren die Kinder und ihre Eltern aus der Umgebung eingeladen, um mit Julia Hoinka und Jakob Kus-Wolfkühler von der Stadtverwaltung über die neue Ausstattung der unansehnlichen Anlage zu sprechen.

Gut ein Dutzend Kinder durften ihre Wünsche äußern, wie sie sich den neuen Platz vorstellen würden. Sie möchten klettern, schaukeln, Wasserspiele haben, eine Seilbahn und einen Geschicklichkeitsparcours, alles wird zunächst einmal notiert.

Dann packt Matthias Hänel vom Büro „Freiraumplus“ seinen Plan aus und erklärt den Kindern seine Vorstellung. Jetzt beginnt eine rege Diskussion, denn der neue Spielplatz soll auch viel größer werden.

Pläne vorgestellt: Was sich Lüner Kinder für ihren neuen Spielplatz wünschen

Die Pläne für den Spielplatz an der Johannesstraße. © Günther Goldstein

In der Mitte das „Blaue Wunder“ das dem Ort seinen Namen gibt, ein Schiff zum Klettern. Dazu kommt noch ein spezieller Bereich, der barrierefrei für Kinder etwa im Rollstuhl sein soll.

„Welche Noten würdet ihr diesem Plan geben“, fragt Jakob Kus-Wolfkühler die kleine Rasselbande. Nur zögerlich wollen die Kinder ihre Bewertung preisgeben, na ja, so eine „eins minus“ sagen die meisten.

Wunsch: Ein Gerüst zum Hangeln

„Was fehlt denn euch denn noch“, will er nun wissen, denn da gibt es noch einen Bereich zur freien Gestaltung. So ein Gerüst zum Hangeln ist die eindeutige Antwort.

„Wie wäre dann die Note“ will es nun wissen. „Eins plus“ ist die einstimmige Antwort der Kinder. Schon ist man sich einig, der Planer hat es notiert.

Zwei Stunden später der gleiche Ablauf in der Spielanlage am Diebecker Weg in Brambauer.

Pläne vorgestellt: Was sich Lüner Kinder für ihren neuen Spielplatz wünschen

Am Diebecker Weg kamen viele Kinder vorbei, um mit den Vertretern der Stadt über Pläne für den neuen Spielplatz zu reden. © Günther Goldstein

Auch hier ist das Interesse der Kinder groß, obwohl es schon dunkel ist.

Am Mittwoch (30.10.) ist jetzt noch ab 16 Uhr der Spielplatz Alter Postweg in Horstmar an der Reihe. Danach müssen die Spielplatzprojekte nur noch durch die Erörterungs-Termine mit den Erwachsenen, dann könnte es eigentlich los gehen.

Lesen Sie jetzt