Platzmangel im Technischen Rathaus Lünen

Stellen unbesetzt

Die Verwaltung in Lünen sucht händeringend Büroflächen. Die Situation im Technischen Rathaus ist dramatisch. Stellen können aufgrund des Platzmangels teilweise nicht besetzt werden. Dabei fehlen mindestens 16 Arbeitsplätze im Technischen Rathaus. Wie soll es weitergehen?

LÜNEN

, 05.10.2017, 12:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Platzmangel im Technischen Rathaus Lünen

Im technischen Rathaus in Lünen reicht der Platz nicht mehr. Die Verwaltung sucht dringend nach neuen Büroflächen.

Die Verwaltung platzt aus allen Nähten – das hat gravierende Folgen: Weil Büroräume fehlen, können Stellen teilweise nicht besetzt werden. Grund für Arnold Reeker, seit Juli dieses Jahres Technischer Beigeordneter und Mitglied des Verwaltungsvorstands, Alarm zu schlagen. So kürzlich geschehen in der Sitzung des Betriebsausschusses Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL).

„Es gibt einen wahnsinnigen Engpass bei der Unterbringung von Mitarbeitern, speziell im Technischen Rathaus“, sagte Reeker. Deshalb könnten Stellen nicht besetzt werden. Laut Reeker fehlen im Technischen Rathaus mindestens 16 Arbeitsplätze – Auszubildende noch nicht eingerechnet. Die Raumnot trifft unter anderem den Bereich Stadtplanung, der um zwei Mitarbeiter erweitert werden soll. „Da finden Vorstellungsgespräche statt ohne, dass wir wissen, wo wir die Leute hinsetzen sollen“, so Reeker.

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Ordnungspartnerschaft ebenfalls betroffen

Der „akute Platzmangel“ (Reeker) trifft auch die vom Rat der Stadt Lünen beschlossene Ordnungspartnerschaft mit der Polizei. Dafür sind drei Planstellen vorgesehen. Die sollen trotz Kritik des Sicherheitsausschusses intern besetzt werden. Unabhängig davon weiß derzeit niemand in der Verwaltung, wo die drei Ordnungskräfte künftig untergebracht werden sollen.

Vor diesem Hintergrund bat Arnold Reeker den ZGL-Ausschuss eindringlich, weitere 330 Quadratmeter im ersten Obergeschoss der Immobilie am Marktplatz, in der das Technische Rathaus und Saturn beheimatet sind, von der Harpen Immobiliengesellschaft anzumieten. „Durch die Belegung der neuen Fläche ergeben sich einige Umzüge im Technischen Rathaus, sodass die geforderten 16 Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden können“, sagte Arnold Reeker: „Das würde kurzfristig für Entspannung sorgen.“

Wer gedacht hatte, der ZGL-Ausschuss würde dem Anliegen Reekers, der Vorlage der Verwaltung ohne Wenn und Aber zustimmen, der irrte. „Die Vorlage ist ein erster Schuss, der trifft aber noch nicht“, sagte SPD-Ratsherr Rüdiger Billeb. Zuvor hatte CDU-Ratsfrau und Fraktionschefin Annette Droege-Middel im Sinne des ZGL-Ausschusses ein Flächenentwicklungs-Konzept unter Berücksichtigung der Personalentwicklung in der Kernverwaltung gefordert. Dort sind nach früheren Angaben der Verwaltung etwa 800 Mitarbeiter beschäftigt.

„Nicht unter Druck setzen“

Unzufrieden mit der Vorlage zeigte sich auch Dr. Johannes Hofnagel, Chef der Wählergemeinschaft "Gemeinsam für Lünen" (GFL). „Wir lassen uns hier nicht unter Druck setzen“, sagte Hofnagel. Die Probleme seien ja schon länger bekannt.

Reeker nahm er dahingehend in Schutz, weil „Sie ja erst seit Juli im Amt“ sind. Grundsätzlich, sagte Hofnagel weiter, müsse überlegt werden, ob es mit Blick auf den Vermögenshaushalt der Stadt nicht sinnvoller ist, Grundstücke oder Gebäude zu kaufen, statt teure Mietverträge abzuschließen.

Ende Oktober will sich der ZGL-Ausschuss in einer Sondersitzung erneut des Themas annehmen. An der Sitzung soll auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) teilnehmen.

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