Polizei erwischt Jugendliche: Ermittlungen wegen Steinwürfen auf Bus

Mehrere Straftaten

Nach Straftaten von Jugendlichen in Brambauer ermittelt die Polizei jetzt gegen 15- bis 18-jährige Verdächtige. Darunter soll auch der Steinewerfer auf einen Bus der Linie C1 sein.

Brambauer

12.03.2021, 09:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die zersplitterte Scheibe nach dem Steinwurf auf den Bus.

Die zersplitterte Scheibe nach dem Steinwurf auf den Bus. © VKU

Der Polizei ging eine Gruppe von neun 15-bis 18-Jährigen in Brambauer ins Netz. Darunter ist auch ein Jugendlicher, der den Stein gegen ein Bus der Linie C1 geworfen haben soll.

Wie die Polizei am Freitag (12.3.) mitteilt, habe eine Gruppe von Jugendlichen zwischen Dezember 2020 und März 2021 in Lünen-Brambauer verschiedene Straftaten begangen, darunter Ruhestörung, gefährliche Körperverletzung und gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr. Tatorte waren die Waltroper Straße, die Diesterwegstraße und umliegende Straßen. Nach Ermittlungen der Polizei in Lünen stehen jetzt die Identitäten der Tatverdächtigen fest.

Auch ein Busfahrer informierte die Polizei über eine Straftat. Der 62-Jährige steuerte am Donnerstag (4.3.) einen Linienbus der C1 über die Waltroper Straße. Gegen 20 Uhr durchschlug ein Stein eine Scheibe - der Fahrer sah, wie eine Gruppe von Jugendlichen flüchtete. Verletzte gab es dabei zum Glück nicht.

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hatte daraufhin für mehrere Tage die Linienführung des Busses in den Abendstunden verändert, um Fahrgäste und Fahrer zu schützen.

Eier hinter Stromkasten versteckt

Wie die Polizei weiter erklärt, haben am vergangenen Wochenende auf der Waltroper Straße zunächst Unbekannte mehrere vorbeifahrende Pkw mit Eiern beworfen. In der Folge ereignete sich ein Verkehrsunfall. Auch dabei gab es keine Verletzten, es blieb bei einem Sachschaden.

Am Donnerstag (11.3.) beobachteten der Bezirksdienst, ein Einsatztrupp und Streifenbeamte der Lüner Polizei den Bereich Waltroper Straße. Dabei fielen gegen 21.30 Uhr mehrere Jugendliche auf. Einer von ihnen versteckte 30 Eier hinter einem Stromkasten, was jedoch nicht auf ein Osterbrauchtum schließen ließ. Offenbar hatten die Jugendlichen erneut vor, Fahrzeuge damit zu bewerfen.

Die Polizei stellte die Eierpalette sicher und die Identität von neun 15- bis 18-Jährigen fest. Einer von ihnen wollte flüchten, kam aber nicht weit.

Drei Verdächtige mussten auf die Wache

Da sie sich nicht ausweisen konnten, nahm die Polizei drei Tatverdächtige zur Identitätsfeststellung mit auf die Wache an der Merschstraße in Lünen.

Anschließend wurden deren Eltern verständigt. Sie mussten ihre Kinder abholen.

Derzeit gibt es einen Tatverdacht gegen einen Jugendlichen, der den Stein gegen den Bus geworfen haben soll. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem Steinewurf und zu den weiteren Vorwürfen dauern an.

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