Premiere der Komödie „De Verschriewung“

CAPPENBERG Die Spielschar der Kolpingfamilie Cappenberg präsentierte im ausverkauften Schlosstheater die Premiere der plattdeutschen Komödie „De Verschriewung“ von Heinrich Behnken. Spannung und und komische Effekte begeisterten das Publikum.

von Von Heidi Tripp

, 26.01.2009, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er ächzt und stöhnt und nach und nach kommen seine Angestellten und seine buckelige Verwandtschaft an sein Krankenlager und jeder versucht ihn, zum eigenen Besten von neuen Plänen zu überzeugen. Da ist seine Tante Mine, sie versucht ihm einzureden, dass er erst dann wieder so richtig gesund werden kann, wenn er ihrem Sohn den Hof überschreibt, damit wäre er die Verantwortung los und könnte in Ruhe genesen. Das Mine gespielt von Mathilde Mens eher ihre eigenen Interessen vertritt, wird mehr als deutlich – schon beim ersten Auftritt bekommt die Mimin donnernden Szenenapplaus. Überhaupt hängt das Publikum an den Lippen der Akteure, denn das Stück lebt von seinen knackigen Dialogen und der hervorragenden Umsetzung. Besonders die Auseinandersetzungen zwischen Tante Mine, der Kurpfuscherin Prümerstresken alias Rosa Schumacher und Tante Fine (Hilde Kohushölter) strapazieren die Lachmuskeln des Publikums und den Spannungsbogen, denn der Zuschauer bleibt im Unklaren, ob der Kranke das Ränkespiel durchschaut.

Als Bärnd sich zu Beginn des zweiten Aktes in seinen Sessel manövriert stöhnt das Publikum bereits mit ihm. „Ich besuche jetzt im dritten Jahr die Aufführungen der Spielschar. Mir gefällt das Stück richtig gut, es macht Spaß zu zuschauen“, erzählt Heinz-Dieter Benning begeistert. Der besondere Reiz sei, dass er die meisten Schauspieler vom Sehen aus dem Ort kenne. Nicht mehr aus der Spielschar weg zu denken ist Heinz Westermann (Therro Heitkamp), denn er spielt seit 50 Jahren bei den Aufführungen mit. Seit 25 Jahren hält Ferdi Holtmann (Dr. Ludwig) und seit zehn Jahren Angelika Kranich (Mia), der Spielschar die Treue.  

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