Querelen und Anfeindungen: Verein vor dem Ende?

Südpark in Lünen

Der Vorstand des Freundeskreises Südpark in Lünen sieht sich mehrheitlich nicht in der Lage, seine Arbeit fortzusetzen. Es gibt offenbar „Querelen“ und Anfeindungen im Verein. Jetzt will niemand mehr im Vorstand arbeiten.

Lünen

06.02.2018, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Krisensitzung beim Freundeskreis Südpark mit seinen 206 Mitgliedern: Elisabeth Wischmann und Peter Adam trugen exzellente Rechenschaftsberichte vor, sehen sich aber anscheinend konfrontiert mit „Querelen“ und Anfeindungen. Beim Freundeskreis Südpark liegt einiges im Argen. Und daran ist nicht etwas das letzte Orkantief schuld.

Krisensitzung beim Freundeskreis Südpark mit seinen 206 Mitgliedern: Elisabeth Wischmann und Peter Adam trugen exzellente Rechenschaftsberichte vor, sehen sich aber anscheinend konfrontiert mit „Querelen“ und Anfeindungen. Beim Freundeskreis Südpark liegt einiges im Argen. Und daran ist nicht etwas das letzte Orkantief schuld. © Beate Rottgardt

Erfolgreiche Aktionen, Feste und ein gepflegter Park. Eigentlich ist fast alles prima im Südpark, doch es scheint „Querelen“ zu geben. Steht der vor zehn Jahren gegründete Verein Freundeskreis Südpark deswegen vor dem Aus? Das war am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung die Frage für die 47 Anwesenden. Am Ende blieb sie unbeantwortet. Ende März bis Mitte April soll es eine erneute Versammlung mit Entscheidungsfindung geben.

Gesundheitliche Gründe für den Rücktritt

Das Problem am Sonntag: Fast der gesamte Vorstand mit Elisabeth Wischmann an der Spitze hatte vorab aus persönlichen beziehungsweise gesundheitlichen Gründen Rücktrittsgesuche eingereicht, sodass Neuwahlen auf der Tagesordnung standen. Wischmann, sie ist seit einem Jahr 1. Vorsitzende, betonte im Jahresrückblick, dass die Vorstandsarbeit eine enorme Herausforderung sei. „Dieser fühle ich mich nicht mehr länger gewachsen“, sagte Wischmann und beklagte sich über „Querelen“ seitens einiger Mitglieder, die nicht nur ihr Probleme bereiten würden.

Auch Peter Adam, 1. Kassierer, bestätigte, dass es Anfeindungen und Beschuldigungen seine Person betreffend gegeben hätte und er nicht bereit sei, in diesem Klima weiterhin im Vorstand aktiv zu sein. Bis zum 30. April würde er im Amt bleiben und einen möglichen Nachfolger einarbeiten. „Ohne Vorstand kein Verein“, sprach Elisabeth Wischmann klare „Kante“ und brachte die Teilnehmer zum Nachdenken.

Einige Anwesende konnten nicht verstehen, warum der Vorstand regelmäßig zurück treten würde. „Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Beiden (Anm. d. Red.: Wischmann und Adam) sich jetzt rechtfertigen müssen“, kritisierte Vereinsmitglied Andrea Wähmann: „Offensichtlich scheinen es Querelen zu sein und Leute, die es ihnen schwer machen.“

Stadt-Vertreter: „Geniale Arbeit“


Thomas Herkert (Stadt Lünen) lobte seinerseits den Vorstand für seine „geniale Arbeit“ in 2017, das ein gutes Jahr gewesen sei. „Ohne Vorstand geht es den Bach ‘runter“, mahnte Herkert die Anwesenden zu einem konstruktiven Dialog und einem friedlichen Miteinander, um den Südpark als grüne Oase und sozialen Treffpunkt zu erhalten. Bei der Vorstandswahl fanden sich keine Kandidaten.

Es wurden lediglich einzelne persönliche Absichtserklärungen für mögliche Vorstandsämter abgegeben, die aber noch überdacht werden. Der Vorstand bleibt daher kommissarisch im Amt. Das für den 12. Mai terminierte Frühlingsfest findet nicht statt und soll als Jubiläumsfest womöglich nachgeholt werden. Zuletzt ging es inhaltlich um die derzeitige Reinigung des verschlammten Teiches mit einem besonderen Sauerstoffsystem.

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