Wegen eines riskanten Überholmanövers saß jetzt ein Selmer vor Gericht. © picture alliance/dpa
Meinung

Rallye um die Ostsee: Veranstalter muss CO²-Ausgleich verpflichtend machen

Drei Lüner sorgen bei einer 7500 Kilometer langen Rallye um die Ostsee für einen unnötig hohen CO²-Ausstoß. Daher sollte der Veranstalter eine Spende an den Umweltschutz verpflichtend machen.

Es hört sich nach einem großartigen Freiheitsgefühl an, mit einem mindestens 20 Jahre alten Auto 7500 Kilometer durch zehn Länder um die Ostsee zu fahren und dabei die atemberaubende Landschaft am Nordkap in Norwegen zu erleben. Genau das werden drei Mitglieder des Lüner Opel-Sport-Clubs (OSC) im kommenden Jahr bei dem „Baltic Sea Circle“ machen.

Außerdem ist es absolut ehrenwert, dass bei so einer Veranstaltung der gute Zweck mitfährt. Die Superlative Adventure Club GmbH verpflichtet die Teilnehmer, bis zum Zieleinlauf mindestens 750 Euro Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Das Geld des Lüner Trios geht an das Kinderpalliativzentrum in Dülmen.

Der Veranstalter verdient Geld, die Teilnehmer erleben ihr Abenteuer und es wird viel gespendet. „Win-win“, könnte man meinen. Doch es gibt zwei große Verlierer: die Umwelt und das Klima. Matthias Kesper, Mitgründer des OSC, hat es erkannt. Es werde „unnötig Treibstoff verballert“ und damit CO² in die Luft geblasen.

Regenwald schützen hilft

Der Gedanke des Trios ist absolut zu begrüßen, bei der nächsten Rallye an den Umweltschutz zu spenden und den CO²-Ausstoß zu kompensieren. Das alleine reicht aber nicht, um unser Klima zu schützen. Daher sollte der Veranstalter dazu verpflichten, mindestens die Hälfte der 750 Euro an Umweltschutzorganisationen zu spenden. In Summe könnte damit beispielsweise viel Wald in Peru oder Kanada vor der Abholzung geschützt werden. Klingt weit weg? Nun, das Nordkap liegt auch nicht um die Ecke.

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