Rauchmelder als Lebensretter: Feuerwehr Lünen gibt wichtige Tipps

Tag des Rauchmelders

Rauchmelder können Leben retten - immer wieder zeigt sich das bei Bränden. Auch in Lünen gab es schon solche Fälle. Zum Rauchmeldertag gibt die Lüner Feuerwehr nun Tipps zu den Lebensrettern.

Lünen

12.08.2021, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rauchmelder retten Leben, müssen daher auch einmal jährlich überprüft und nach 10 Jahren ausgetauscht werden.

Rauchmelder retten Leben, müssen daher auch einmal jährlich überprüft und nach 10 Jahren ausgetauscht werden. © obs

Jährlich kommen bundesweit bis zu 400 Menschen durch Wohnungsbrände ums Leben. Vor allem nachts sind diese Brände besonders tückisch, weil dann auch der menschliche Geruchssinn schläft. Die tödlichen Rauchgase werden im Schlaf nicht wahrgenommen, die Opfer werden bewusstlos und ersticken.

Rauchmelder retten deshalb Leben, das zeigen auch Beispiele aus Lünen. Zum bundesweiten Rauchmeldertag am Freitag, 13. August, nennt die Feuerwehr der Stadt Lünen wichtige Tipps und Hinweise zum Umgang mit den kleinen – aber lauten – Lebensrettern.

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„Schlafzimmer und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, müssen mit Rauchmeldern ausgestattet werden“, erklärt Dr. Christian Märkert, Leiter der Feuerwehr Lünen. Das gilt nicht nur für die eigene Wohnung.

Giftige Rauchgase

In Einfamilienhäusern mit einem offenen Treppenraum gilt dieser auch als Fluchtweg und muss mit einem Melder in jedem Geschoss ausgestattet werden. Denn: 95 Prozent der Brandopfer sterben nicht durch Verbrennungen, sondern durch das Einatmen der hochgiftigen Rauchgase. Bereits drei Atemzüge des Brandrauchs können tödlich sein.

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Deshalb sei es besonders wichtig, insbesondere die Schlafräume mit Rauchmeldern auszustatten. „Dazu zählen auch Wohnräume, die regelmäßig zu Schlafzwecken genutzt werden. Einzimmerappartements zählen zum Beispiel auch zu den Schlafräumen“, sagt Märkert.

Dr. Christian Märkert ist seit August der neue Chef der Lüner Feuerwehr.

Dr. Christian Märkert ist seit August der neue Chef der Lüner Feuerwehr. © Stadt Lünen

Rauchmelder auch im Keller?

Flure in Kellern, in denen sich keine Aufenthaltsräume befinden, müssten dagegen nicht mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. Der Feuerwehrchef ergänzt jedoch: „Je nach Nutzung der Kellerräume – Werkstatt, Hobbykeller, Waschküche und so weiter – kann das Anbringen von Rauchmeldern sinnvoll sein, um gegebenenfalls Werte zu schützen.“

Auch die Größe der Räume spiele laut Märkert eine entscheidende Rolle: „Die Rauchmelder müssen so angebracht werden, dass der Brandrauch sie ungehindert erreichen kann. In der Regel reicht ein Rauchmelder pro Raum. Bei sehr großen Räumen, sehr hohen oder verwinkelten Räumen und sehr langen Fluren sind weitere Melder erforderlich“.

Auf das CE-Zeichen achten

Die Melder sollten außerdem in der Regel mittig im Raum an der Decke und mindestens einen halben Meter von der Wand, vom Unterzug oder von Einrichtungsgegenständen angebracht werden.

Der Leiter der Lüner Feuerwehr sagt: „Als Mindestschutz reichen batteriebetriebene Rauchwarnmelder aus. Es dürfen aber nur Rauchwarnmelder verwendet werden, die ein entsprechendes CE-Zeichen tragen.“ Zudem müssen die Rauchmelder jährlich überprüft werden. Ob der Melder ordnungsgemäß funktioniert, lässt sich anhand einer Prüftaste feststellen, die grundsätzlich an allen zugelassenen Meldern zu finden ist.

Falls es zu einem Brand kommt, sollte umgehend die 112 gewählt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Feuerwehr Lünen unter www.feuerwehr-luenen.de.
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