Razzia bei Bandidos: Was die Polizei in Lünen fand

Staatsanwalt über Groß-Einsatz

Mit einer Großrazzia unter Federführung der Staatsanwaltschaft Münster ist die Polizei am Dienstag gegen den Rockerclub Bandidos vorgegangen. Am Mittwoch erklärte ein Sprecher auf Anfrage, wie viele Objekte in Lünen und Selm durchsucht worden und ob die Beamten etwas fanden.

LÜNEN/SELM

, 13.05.2015, 13:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch in Lünen und Selm standen Mitglieder der Bandidos im Visier der Polizei.

Auch in Lünen und Selm standen Mitglieder der Bandidos im Visier der Polizei.

In Lünen und Selm wurden drei Objekte durchsucht. Es gab eine Festnahme, Drogen wurden beschlagnahmt. „Wir haben in Selm zwei und in Lünen ein Objekt durchsucht“, sagt Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape am Mittwoch auf Anfrage. Dabei handele es sich um private Wohnungen oder Häuser von Bandidos-Mitgliedern oder Menschen, die sich in deren Umfeld befinden. 

In Selm, sagt Lechtape, sei es schließlich zu einer Festnahme gekommen, dort seien „Grundstoffe zur Herstellung von Drogen“ gefunden worden.

In dem durchsuchten Haus in Lünen sei dagegen nichts gefunden worden. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen deutschen Staatsbürger, wegen der laufenden Anschluss-Ermittlungen wollte Lechtape noch keine weiteren Details mitteilen.

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Durchsuchungen in mehreren Ländern Europas

Die Polizei hatte am Dienstag, teilweise mit Spezialkommandos, auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Häuser durchsucht und war auch in Finnland und den Niederlanden aktiv. Die Verdacht der „gewerbsmäßigen Herstellung“ von Rauschgift konnte dabei teilweise erhärtet werden, die Einsatzkräfte fanden Marihuana, Kokain und Amphetamine im Wert von rund 30.000 Euro, außerdem abgeerntete Marihuana-Plantagen.

Neben den Drogen stellte die Polizei auch scharfe Schusswaffen, Munition und Bargeld sicher.

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