Realschule Altlünen: Neubau soll 2023 fertig sein

Brandschutz gewährleistet

Ein Jahr später als ursprünglich geplant, soll der Neubau der Realschule Altlünen fertig sein. Bis dahin, so die Stadt, werde auch der Brandschutz für das bisherige Gebäude gewährleistet.

Nordlünen

31.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Realschule Altlünen: Neubau soll 2023 fertig sein

Die Schulleitung der Realschule Altlünen, Rektor Hermann-Josef Wittmann (5.v.l.), 1. Konrektorin Claudia Fellowes (5.v.r.) und 2. Konrektorin Marita Westermann (2.v.r.), bereiten mit Lehrern und Schülern Feiern zum 50-Jährigen der Schule vor und sind gespannt auf den Neubau. © Beate Rottgardt

Eigentlich sollten Schüler und Lehrer schon 2022 in ein neues Realschul-Gebäude einziehen. Denn nur bis dahin, so hieß es bislang, sei der Brandschutz im bisherigen Gebäude gewährleistet, das weit über 40 Jahre alt ist.

Nun rechnet die Verwaltung damit, dass der Neubau 2023 fertig sein wird. Bis dahin werde auch der Brandschutz für das alte Gebäude gewährleistet sein. Das hatte Marc Stoverock, Betriebsleiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL), bereits im April den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Sport zugesagt.

Ergebnisse werden dem Ausschuss vorgestellt

In der Septembersitzung des Ausschusses sollen die Ergebnisse des Schulbau-Beratungsprozesses vorgestellt werden. Dabei handelt es sich, so die Verwaltung, um eine „übliche Phase am Beginn der Planung von Schulbauvorhaben.“

Stadtverwaltung und Bürgermeister waren zuletzt kritisiert worden. Vorgeworfen wurde ihnen, den Realschul-Neubau zu verzögern. Vor allem, weil die Verwaltung im Rahmen der Schulbauberatung hatte prüfen lassen, ob eine Sanierung wirtschaftlicher als ein Neubau gewesen wäre.

Jürgen Grundmann, Leiter der Schulverwaltung, wies bei einer Gesprächsrunde im Mai darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeits-Prüfung das Verfahren nicht verzögert habe. Denn die Schulbauberatung hätte mit mehreren Workshops und Gesprächsrunden ohnehin ein Jahr gedauert. Dies habe Schuldezernent Horst Müller-Baß schon am Tag des Baubeschlusses im Rat (13. Juli 2018) angemerkt.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns habe, so die Verwaltung, in derselben Ratssitzung zu Protokoll geben lassen, dass nach Auffassung des Verwaltungsvorstandes eine Fertigstellung des Neubaus bis 2022 „faktisch unmöglich sei“.

Vertreter aus dem Quartier

Im Mai gab es im Rahmen der Schulbauberatung eine Gesprächsrunde unter dem Titel „Schule und Quartier“ in der Realschule. Eingeladen waren verschiedene Interessengruppen aus dem Umfeld der Realschule. Neben Vertretern der Ratsfraktionen von CDU, GFL und den Grünen beteiligten sich auch Vertreter von Kirchen und Moscheegemeinden sowie der potenziellen Mitnutzer des neuen Gebäudes, der Volkshochschule (VHS) und Musikschule, an der Diskussion. Cornelia Neubürger vom Architekturbüro Klein + Neubürger, das mit der Schulbauberatung beauftragt ist, sowie Michael Heuer von der Schulverwaltung der Stadt Lünen stellten die Ergebnisse der bisherigen Workshops vor. An diesen Workshops hatten Lehrer, Schüler, Fachschaften und die Schulleitung teilgenommen.

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Neubürger und Heuer nahmen Bedarfe, Anregungen und Wünsche der Interessenvertreter aus dem Quartier rund um die Schule entgegen. Außerdem zeigten sie verschiedene Möglichkeiten für die Anordnung der Neubauten auf dem Gelände auf.

Abschließender Workshop am 3. Juli

Intensiv diskutiert wurden der neue Standort der geplanten Zweifeld-Turnhalle und die weitere Nutzung von sechs Klassenräumen im bestehenden Erweiterungsbau, den Realschule und Gymnasium Altlünen nutzen.

Am 3. Juli geht die Schulbauberatung in die nächste Runde. Dann findet ein abschließender Workshop statt. Dabei werden verschiedene Szenarien und Varianten für den Neubau entworfen.

Eine große Runde soll an diesem Workshop beteiligt sein. Eingeladen werden unter anderem die Schulleitung der Realschule sowie die Lehrer, Sekretärin und Hausmeister, die Schülervertretung und die Schulpflegschaft. Aber auch die VHS, die Musikschule, Sportverwaltung, ZGL, Stadtplanung, Vertreter des Integrationsrats und des Behindertenbeirats sollen dazu kommen.

Außerdem werden auch Kooperationspartner aus dem Quartier dabei sein sowie die Politik mit Vertretern aus dem Ausschuss für Bildung und Sport.

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