Rehnert verlässt Lünen: Feuerwehr muss sich einen neuen Chef suchen

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Eigentlich war alles in trockenen Tüchern: Zum 1. September sollte Christopher Rehnert die Nachfolge von Lünens Feuerwehrchef Rainer Ashoff antreten. Doch daraus wird nichts.

Lünen

, 20.07.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende August geht der langjährige Lüner Feuerwehrchef Rainer Ashoff in den Ruhestand. Lange hatte man sich Gedanken um seinen Nachfolger gemacht und das Eigengewächs Christopher Rehnert über alle notwendigen Lehrgänge dafür aufgebaut. Doch die im April verkündete Nachricht, dass der 36-jährige Rehnert das Amt des Lüner Feuerwehrchefs zum 1. September antreten würde, ist nun hinfällig.

„Christopher Rehnert hat uns darüber informiert, dass er die Stelle nicht antreten wird“, bestätigt Stadtsprecher Benedikt Spangardt eine Anfrage unserer Redaktion. Stattdessen werde Rehnert in eine andere Stadt wechseln.

Rehnert vor Wechsel nach Lüdenscheid

Die Spatzen pfeifen bereits von den Dächern, dass dies Lüdenscheid im benachbarten Märkischen Kreis sein wird. Dort mag man die Personalie aber noch nicht öffentlich machen. Lüdenscheids Pressesprecher Sven Prillwitz sagt lediglich: „Wir haben jemanden gefunden. Die beiden betroffenen Stadtverwaltungen müssen sich nun aber noch auf ein Datum einigen, zu dem der Wechsel erfolgen kann.“

Wunschtermin der Lüdenscheider für den Start ihres neuen Feuerwehrchefs ist der 1. Oktober, in Lünen hätte Rehnert die Stelle am 1. September antreten sollen. Ob der Zeitplan der Lüdenscheider eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Und auch in Lünen muss man nun sehen, wie mit der Situation umgegangen werden soll.

„Wir müssen schauen, wie es weitergeht“, erklärt Spangardt. Da es sich bei der Lüner Feuerwehr um eine Berufsfeuerwehr handelt, gelten dort andere Richtlinien als bei einer Freiwilligen Feuerwehr, wo die Mannschaft und auch der Kreisbrandmeister bei der Besetzung einer solchen Position ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben und letztlich der Rat der Stadt über die Personalie entscheidet. Denn Berufsfeuerwehrleute sind Beamte - und in Lünen direkt dem Bürgermeister unterstellt.

Ob Jürgen Kleine-Frauns über die Personalie entscheiden wird, oder ob es eine interne oder sogar externe Ausschreibung der Stelle geben wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Dass es aber schon zum 1. September einen ganz neuen Chef für die Lüner Feuerwehr geben wird, scheint aufgrund der Kürze der Zeit eher unwahrscheinlich.

Lüdenscheid wertet Stelle finanziell auf

Führungslos bleiben die Brandbekämpfer allerdings nicht: Stephan Dörnbrack als Ashoffs Stellvertreter wird die entstehende Lücke zunächst füllen. „Wir bedauern die Entscheidung von Christopher Rehnert, müssen sie aber akzeptieren“ sagt Spangardt.

Warum Rehnert Lünen verlässt, ist noch unbekannt. Da die Lüdenscheider Politik die Stelle ihres Feuerwehrchefs hinsichtlich der Bezahlung zuletzt jedoch aufgewertet hatte, dürfte die bessere Dotierung wohl ein Punkt gewesen sein.

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