Remondis-Annäherung an Steag-Gelände? Das steckt hinter Zaun und Schild

rnLippholthausen

Ein Gelände am Lüner Brunnen ist seit neuestem eingezäunt, im Auftrag des Entsorgungsriesen Remondis. Hat das Unternehmen das Gelände aktuell gekauft? So einfach ist es nicht.

Lünen

, 26.08.2020, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Steag-Gelände steht östlich des Lüner Entsorgungs-Riesen Remondis eine große Fläche zur Verfügung, auch wenn die südlichen Teile davon schon einen neuen Eigentümer gefunden haben. Ein kleineres Gelände, das an das Steag-Gelände grenzt, hat Remondis schon gekauft. Es handelt sich um das Gebiet rund um die Straße „Am Lüner Brunnen.“

Der Kauf ist allerdings nicht aktuell, das sei schon „vor geraumer Zeit“ geschehen, wie Sprecher Michael Schneider auf Anfrage mitteilt. Einen genauen Termin kenne er nicht, seines Wissens nach sei das aber 2019 gewesen, sagt Schneider. Das Unternehmen habe noch keine expliziten Pläne, es handele sich um „eine perspektivische Flächenerweiterung ohne, dass dahinter aktuell eine konkrete Nutzungsplanung steht“, so Schneider.

Das Gelände ist abgesperrt.

Das Gelände ist abgesperrt. © Goldstein

Aufgefallen war der Vorgang einem Lüner, der beobachtet hatte, dass das Gelände am Lüner Brunnen jetzt mit Zäunen abgesperrt ist - und der ein Foto davon schließlich im Sozialen Netzwerk Facebook postete. Die Absperrung sei aus gutem Grunde geschehen, wie Schneider mitteilt: „Da die Häuser am Lüner Brunnen schon länger leer stehen, war es nötig, das Gelände per Zaun und Warnschild abzusperren, um ein Betreten der abbruchreifen Häuser und damit verbundene Gefährdungen zu verhindern.“

Zukunft der Steag-Nordfläche noch unklar

Was mit den übrigen Steag-Flächen passiert, ist noch nicht klar. Der Facebook-Nutzer hat da schon so eine Theorie. Er schreibt: „Mal sehen, wie weit man (Remondis) noch nach Osten expandieren wird.“ Dazu sagt Remondis-Sprecher Schneider: „Zwar expandieren wir momentan, aber wir haben auch auf dem Gelände des Lippewerks noch Platz. Planungen darüber hinaus gibt es momentan nicht.“

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Wie berichtet, gehört der südliche und größere Teil des Geländes mittlerweile der DF Industrial Partners AG (DFI), die momentan ein Konzept für ihre Fläche entwickelt. Für die Nordfläche sucht die Firma Hagedorn aus Gütersloh, die für den Abriss der Steag-Gebäude zuständig ist, noch einen Käufer. Man sei mit unterschiedlichen Interessenten in Kontakt, hatte es von Hagedorn bisher geheißen. Zuletzt hatte die Lüner SPD bekannt gegeben, es gebe ein „zeitlich befristetes Angebot für die Nordfläche“, Hagedorn hatte sich auf Anfrage dazu nicht geäußert.

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