Rollbahn statt Schokolade

18.07.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Die Geschichte von Heinz Rieksmeier, der als Kind die Nachtjäger im Schloss Schwansbell besuchte, um so mit seinen Freunden zu Schokolade zu kommen (wir berichteten gestern), hat auch bei Willi Kleymann Erinnerungen hervorgerufen.

Der Lüner kannte die Nachtjäger ebenfalls. Allerdings nicht als Kind und nicht vom Schloss her.

Lehrling

"Ich war damals Lehrling in Dortmund und wir mussten die Rollbahn bauen", erzählt Willi Kleymann. Der heute 78-Jährige absolvierte bei einer Dortmunder Firma seine Ausbildung. "Alle paar Wochen mussten wir zum Hansaplatz kommen. Dann wurden wir zum Fliegerhorst in Dortmund gebracht, und mussten helfen, die Rollbahn für die Nachtjäger zu bauen", erinnert sich Kleymann. Statt Schokolade zu bekommen, wie einst Heinz Rieksmeier und seine Freunde, war bei Kleymann und seinen jungen Kollegen in den Kriegsjahren Schaufeln angesagt. 14 Tage dauerte jeweils der Einsatz im Fliegerhorst, von dem aus die Nachtjäger zu ihren Kriegseinsätzen starteten.

Schwere Arbeit

"Von Schokolade, wie die Jungs, die das Schloss besuchten, haben wir nichts gesehen. Wir haben sehr viel spärlicher gelebt", weiß Kleymann noch genau. Und das trotz der schweren körperlichen Arbeit auf dem Fliegerhorst.

Wenn Sie auch noch Erinnerungen ans Schloss Schwansbell und das dortige Waisenhaus haben, rufen Sie uns an, Tel. 7 60 10, oder mailen Sie uns: lokalredaktion.luenen@ruhr-nachrichten.de

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