Sanierung dreier Spielplätze in Lünen verzögert sich

Stadt sucht nach Firma

Die von der Stadt geplante Sanierung der Spielplätze an der Mörikestraße, der Mozartstraße und an der Straße Auf dem Kelm verzögert sich. Der Grund: Das erste Ausschreibungsverfahren verlief im Sande – ein zweites Verfahren läuft derzeit. Mitte Dezember, so hofft die Stadt, soll dann ein ausführendes Unternehmen gefunden sein.

LÜNEN

, 16.11.2016, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sanierung dreier Spielplätze in Lünen verzögert sich

Die Arbeiten zur Sanierung von Spielflächen im Stadtgebiet verzögern sich - hier der ehemalige Bolzplatz Auf dem Kelm in Brambauer.

Den neuen Zeitplan teilte die Verwaltung Dienstagabend in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Rathaus mit. Bis Dezember will der Auftraggeber Stadtgrün ein ausführendes Unternehmen gefunden haben. „Wenn das neu eingeleitete öffentliche Ausschreibungsverfahren erfolgreich verläuft, gehe ich von einem Baubeginn der drei Spielplatzsanierungen im Februar 2017 aus – immer nach Rücksprache mit dem vermeintlichen Auftragnehmer. Die Fertigstellung der Spielplätze könnte dann im Mai/Juni 2017 erfolgen", sagte Jürgen Arendes, stellvertretender Leiter von Stadtgrün, auf Anfrage unserer Redaktion.

Woran scheiterte das erste Ausschreibungsverfahren?

Arendes bestätigte, dass im Zuge der ersten Ausschreibung nur drei von neun Firmen ein Angebot zur Sanierung der Spielplätze auf den Tisch gelegt haben. Die drei abgegebenen Angebote, sagte Arendes weiter, hätten einerseits den veranschlagten Kostenrahmen der Verwaltung gesprengt. Andererseits hätten die Angebote der formalen, technischen Überprüfung nicht standgehalten. Soll heißen, dass exakte Angaben zu den von der Stadt – unter Berücksichtigung der eingeholten Kinderwünsche – geforderten Spielgeräte fehlten.

Dass sechs Firmen, darunter auch die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) erst gar kein Angebot abgegeben haben, erklärte Jürgen Arendes unter anderem so: „Das ist vermutlich durch die Auftragslage der Garten- und Landschaftsbaufirmen zu erklären. Diese ist zurzeit sehr gut.“ Das bestätigte Ralf Müller vom Dortmunder Landschaftsarchitektenbüro Müller-Tegtmeier. Das Büro zeichnet für die Sanierungspläne verantwortlich. Ralf Müller: „Dass sechs Firmen gar kein Angebot abgegeben haben, ist ungewöhnlich. Allerdings habe ich auch schon von ähnlichen Fällen in anderen Städten gehört. Das mag der guten Auftragslage geschuldet sein.“

WBL hat zu wenig Personal für den Auftrag

Die Wirtschaftsbetriebe Lünen, sagte Jürgen Arendes weiter, seien seitens der Abteilung Stadtgrün aufgefordert worden, ein Angebot abzugeben: „Angesichts der guten Auftragslage und begrenzten personellen Ressourcen der WBL hat sich die WBL gegen die Abgabe eines Angebots entschieden. Darüber wurde die Abteilung Stadtgrün im Vorfeld unterrichtet.“

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