Sanierung oder Neubau? Verwaltung prüft Optionen für zwei Lüner Turnhallen

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Lohnt es sich noch, zwei Turnhallen zu sanieren oder ergibt es mehr Sinn, neue zu bauen? Mit dieser Frage beschäftigten sich zwei Ausschüsse. Die Entscheidung soll im September fallen.

Lünen

, 07.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Turnhallen der Heinrich-Bußmann-Schule und des Teilstandorts der Overbergschule in Gahmen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Deshalb entschied der Ausschuss für Bildung und Sport am Mittwoch, dass die Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL) die Wirtschaftlichkeit von Sanierung gegenüber von Neubauten prüfen soll.

Antrag zurückgezogen

Daraufhin zog die SPD-Fraktion am Donnerstag ihren Antrag im Haupt- und Finanzausschuss zurück. In dem ging es konkret um die Planung von Neubauten der beiden Turnhallen. „Beide Gebäude sind in relativ schlechtem Zustand“, so SPD-Ratsherr Hugo Becker. Die SPD-Fraktion habe sich beide Turnhallen angesehen und „angesichts der Erfahrungen bei anderen Turnhallen stellt sich die Frage, ob eine Sanierung noch sinnvoll ist“. Bis September soll ZGL die Wirtschaftlichkeit von Neubauten und Sanierung vergleichen. Im Wirtschaftsplan der ZGL sind für beide Schulen je 600.000 Euro Sanierungskosten vorgesehen. Mitte Dezember 2018 beschloss der Rat den Neubau statt der Sanierung zu prüfen. Der Sportunterricht der beiden Schulen sei durch den Zustand der Hallen deutlich eingeschränkt.

Kapazitäten reichen nicht mehr aus

Bei der Heinrich-Bußmann-Schule, so die SPD, reichten die Kapazitäten nicht aus, um den regulären Sportunterricht zu erteilen. Deshalb biete man für einige Kurse Tennis und Schwimmen an. Eine Ausweitung des Schulsports, beispielsweise durch Zusammenarbeit mit Vereinen sei ausgeschlossen, heißt es in dem Antrag.

In der Halle sind derzeit noch weitere Räume untergebracht - für die Schulsozialarbeit und den Technikunterricht. Auch diese müssten bei der Planung berücksichtigt werden. Zudem fehlten Umkleideräume für die Lehrer.

Kostenintensive Reparaturen

An der Halle in Gahmen fallen häufig größere, kostenintensive Reparaturarbeiten an, sodass die Halle gesperrt werden müsse. Die Schule erklärt, dass sie manche Sportgeräte wegen Bergschäden nicht mehr nutzen könne. Zudem entstünden wegen der undichten Decke häufig Wasserschäden.

Außerdem weisen beide Hallen aufgrund ihres Alters eine schlechte Energiebilanz auf.

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