Schadstoffe: Austausch aller Möbel droht

Overbergschule

Das Schadstoffproblem im Neubau der Overbergschule ist noch nicht ausgestanden. Wahrscheinlich müsse mittelfristig das komplette Mobiliar ausgetauscht werden, das als Quelle für die Belastung mit Formaldehyd in Frage kommt.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 12.09.2012, 19:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schadstoffe: Austausch aller Möbel droht

Hier kann gefahrlos gelernt werden: Die Overbergschule in Lünen-Süd.

So heißt es in einer Mitteilung der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) für den Betriebsausschuss, der am 25. September tagt. Der Lieferant der Möbel sei bereits aufgefordert worden, im Rahmen seiner Gewährleistungspflicht für Abhilfe zu sorgen beziehungsweise das Mobiliar gegen unbelastetes, vertragsgemäßes auszutauschen.  

 Nach Beschwerden von Lehrern wie Schülern waren im Neubau der Schule erhöhte Werte sowohl für Formaldehyd wie für flüchtige organische Verbindungen (VOC) festgestellt worden. Die Formaldehydbelastung sei zwar zurück gegangen, seit in der Schule stärker als bisher gelüftet wird, allerdings müssten die Quellen beseitigt werden.  Anders bei VOC: Hier brachte das Lüften keine deutliche Absenkung der Werte, so die Stadt. Als Konsequenz sollen jetzt nicht nur einzelne, sondern alle Klassen- und Verwaltungsräume auf VOC untersucht werden.

Als Schadstoffquelle besonders im Verdacht steht eine Betonlasur, mit der die Sichtbetondecken im gesamten Gebäude überarbeitet wurden. ZGL will nun alle Inhaltsstoffe der bei der Oberflächenbehandlung des Sichtbetons eingesetzten Produkte analysieren lassen. Zudem soll zum Vergleich eine unbehandelte Fläche untersucht werden. Die im Schulgebäude installierte Lüftungsanlage wird auch auf ihre Wirksamkeit geprüft. Ziel aller Maßnahmen sei es, die Raumluftbelastungen auf ein unbedenkliches und hygienische einwandfreies Maß zu reduzieren. 

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