Schienenersatzverkehr zwischen Lünen und Davensberg: Erster Vormittag ohne Zwischenfälle

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Doppelte Fahrer, koordinierte Anschlüsse und Taschenwärmer: Erstmals mussten Eurobahn-Pendler am Montag (6.1.) auf den Bus umsteigen. Wir waren dabei - unser Live-Ticker zum Nachlesen.

von Daniel Claeßen, Arndt Brede, Marcel Schürmann

Lünen, Herbern, Werne, Capelle

, 06.01.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 6 min

Der erste Vormittag, an dem Pendler zwischen Lünen und Davensberg vom Zug auf den Bus umsteigen mussten, ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Busse erreichten weitestgehend pünktlich ihre Ziele, außerdem sorgten Begleiter der Eurobahn in den Bussen dafür, dass der Anschluss am jeweiligen Zielort noch erreicht wurde.

Auffällig war, dass Züge wie Busse an diesem ersten Schienenersatzverkehr-Tag leerer blieben als erwartet. Offenbar war ein Teil der Pendler auf Alternativen umgestiegen. Allerdings hatten zum Beispiel die Schulen am Dreikönigsfest noch frei - wenn also die Schülerinnen und Schüler am Dienstag (7. Januar) wieder losmüssen, könnte sich die Situation verschärfen.

Mit dem Monatsticket im ICE

So hatten die Busfahrer Gelegenheit, sich mit den Strecken vertraut zu machen. Das passierte vor allem per Navi, jeder Bus war zudem mit zwei Fahrer besetzt, so dass man sich gegenseitig assistieren konnte. Das war auch dann hilfreich, wenn es doch einmal zu Streitigkeiten mit genervten Pendlern kam. Letzteres blieb an diesem Tag jedoch die Ausnahme.

Ein weiterer Grund für die leeren Busse könnte auch die Ankündigung der Bahn gewesen sein, dass Inhaber von Monatskarten während der Bauphase den ICE zwischen Dortmund und Münster nehmen können. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit einem Umstieg über Hamm die Strecke zu absolvieren.

Kein Aufzug in Lünen

Diese Optionen helfen Kunden, die aus Lünen, Werne oder Ascheberg nach Dortmund oder Münster müssen, natürlich nicht weiter. Sie müssen sich voraussichtlich bis August auf umständlichere Wege zur Arbeit gefasst machen. Immerhin: Die Eurobahn verteilte am Montag in ihren Zügen Taschenwärmer. Diese Aktion soll auch noch am Dienstag und am Mittwoch (8. Januar) stattfinden.

Ein großes Ärgernis ist der Aufzug am Lüner Bahnhof: Die Eurobahn lässt ihre Züge extra auf den Gleisen 1 und 2 einlaufen, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Doch der Fahrstuhl, seit Juni außer Betrieb, ist immer noch nicht funktionstüchtig. Wie lange das noch so bleibt, ist unklar - die Deutsche Bahn habe der Eurobahn jedoch zugesichert, alles so schnell wie möglich in Schuss zu bringen.

Unser Live-Ticker zum Nachlesen

Weil die Deutsche Bahn den Bahndamm zwischen Lünen und Davensberg dringend sanieren muss, fallen voraussichtlich bis August die Züge zwischen diesen beiden Bahnhöfen aus. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet - wir sind am ersten Vormittag (6. Januar) mit dabei.

4:01 Uhr - Laut Fahrplan fällt der Startschuss zum SEV in Lünen. Die Linie A verlässt um diese Uhrzeit den Hauptbahnhof Lünen in Richtung Münster. Wer um diese Uhrzeit losfährt, kann noch nicht die von hier empfohlene Route mit der RB51 über Selm nehmen - diese Chance besteht in Lünen erst ab 6:08 Uhr.

4.40 Uhr - Ab jetzt rollt der SEV auch in Gegenrichtung, also nach Dortmund. Allerdings erst ab Bahnhof Werne.

4:48 Uhr - Die erste Eurobahn aus Dortmund hält laut Plan in Lünen - der Endstation für die kommenden acht Monate. Um 5:01 Uhr geht der nächste SEV in Richtung Münster. Pinke Aufkleber in Schuhform leiten die Pendler zur passenden Haltestelle am Busbahnhof.

Schienenersatzverkehr zwischen Lünen und Davensberg: Erster Vormittag ohne Zwischenfälle

Fußstapfen am Hauptbahnhof Lünen weisen Reisenden den Weg zum Schienenersatzverkehr. © Stachelhaus

4:52 Uhr - Jetzt erreicht laut Plan der erste Zug der Eurobahn aus Münster den Bahnhof Davensberg. Die Fahrgäste müssen umsteigen und um 5 Uhr mit der SEV-Linie A in Richtung Dortmund weiterfahren.

5:33 Uhr: Ärger am Bahnhof Werne: Der Schnellbus nach Davensberg ist nicht da. Der Fahrer der Linie nach Lünen muss sich Beschimpfungen der wartenden Pendler anhören. „Beschweren SIe sich bei der Eurobahn, wir fahren nur den Bus“, entgegnet der Herr hinterm Steuer.

5:40 Uhr: Der Schnellbus, der ohne Halt nach Davensberg fährt, kommt mit Verspätung in Werne an. Erleichterung bei den Fahrgästen, Entschuldigungen gibt es auf beiden Seiten nicht. Der Bus nach Lünen fährt derweil pünktlich ab.

Schienenersatzverkehr zwischen Lünen und Davensberg: Erster Vormittag ohne Zwischenfälle

Zwischen Davensberg und Lünen fährt für die kommenden Monate ein Schienenersatzverkehr (SEV). Die Abfahrtszeiten wie hier in Werne stimmen übrigens - sie gelten aber für den SEV. Das „Fahrt fällt aus“ irritiert. © Claeßen

5:52 Uhr: Ein Zug der Eurobahn erreicht Davensberg. Am kleinen Bahnhof herrscht rege Betriebsamkeit, aber kein Chaos. Jürgen Weischenberg vom Ordnungsamt Ascheberg hat ein Auge auf den Verkehr: „„Die Parkmöglichkeiten sind hier sehr begrenzt und da würde jeder Falschparker sofort zum Problem.“

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SEV am Bahnhof Davensberg

Wir waren am ersten Tag des Schienenersatzverkehrs am Bahnhof Davensberg dabei.
06.01.2020
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Auf dem Bahnsteig 3 wartet Udo Böttcher mit seinem Fahrrad auf die Eurobahn.© Günther Goldstein
Auf Bahnsteig 3 rollt der Zug aus Münster ein, mit 8 Minuten Verspätung.© Günther Goldstein
Das große Chaos am Bahnhof Davensberg blieb aus.© Günther Goldstein
Eindrücke am ersten Tag des SEV in Davensberg.© Günther Goldstein
Eindrücke am ersten Tag des SEV in Davensberg.© Günther Goldstein
Eindrücke am ersten Tag des SEV in Davensberg.© Günther Goldstein
Eindrücke am ersten Tag des SEV in Davensberg.© Günther Goldstein
Eindrücke am ersten Tag des SEV in Davensberg.© Günther Goldstein
Warten im Wendekreis.© Günther Goldstein
Ankunft des Schnellbusses aus Werne.© Günther Goldstein
Ankunft des Schnellbusses aus Werne.© Günther Goldstein
Der Schnellbus nach Werne fährt ab.© Günther Goldstein
Der Schnellbus nach Werne fährt ab.© Günther Goldstein
Jürgen Weischenberg beobachtet den Verkehr am Bahnhof.© Günther Goldstein
Ankunft der Linie C des Schienenersatzverkehrs.© Günther Goldstein
Der Fahrplan des Ersatzverkehrs.© Günther Goldstein
Ankunft der Linie C des Schienenersatzverkehrs.© Günther Goldstein
Ankunft der Linie C des Schienenersatzverkehrs.© Günther Goldstein
Udo Böttcher wartet auf den Zug nach Münster.© Günther Goldstein



6:00 Uhr:
Die Linie SEV A hat Lünen pünktlich erreicht. Um 6:10 Uhr fährt die Eurobahn ab hier weiter nach Dortmund - allerdings nicht wie sonst von Gleis 4, sondern von Gleis 2.

6:15 Uhr: Bis auf den Zwischenfall in Werne sei der erste Morgen des Schienenersatzverkehrs übrigens ruhig verlaufen, erklärt ein Busfahrer. Die SEV A fährt von Lünen zurück über Werne nach Davensberg.

6:30 Uhr: In Selm ist es ruhig - der Parkplatz ist noch leer. Der Bus der SEV-Linie C aus Davensberg erreicht den Bahnhof pünktlich, knapp ein Dutzend Fahrgäste steigen aus. Sie können von hier mit der RB51 nach Dortmund fahren. „Die Stimmung ist gelassen und entspannt“, berichtet unser Reporter vor Ort.

6:42 Uhr: Bis jetzt rollen alle Busse nach Plan. Im Einzelfall kommt es zu einigen Minuten Verzögerung. Das bleibt jedoch die Ausnahme - genau wie schlecht gelaunte Fahrgäste. Die Frage ist, ob die Taktung im nun einsetzenden „normalen“ Berufsverkehr gehalten werden kann.

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Aushänge weisen am Bahnhof Davensberg auf den SEV hin. © Klaverkamp

7:03 Uhr: Da die Busfahrer die Strecken nicht kennen, verlassen sie sich auf das Navigationssystem. Das schickt sie dann auch gerne mal auf kürzestem Weg durch die Innenstädte.

7:15 Uhr: Der Bürgerbus bringt zwei junge Männer zum Bahnhof Capelle. Sie sprechen kein Deutsch und haben entsprechend Schwierigkeiten mit dem Ersatzfahrplan. Der Busfahrer der Linie 53 nach Lüdinghausen, der planmäßig am Bahnhof wartet, hilft den beiden und weist ihnen den Weg zur Haltestelle des Pendelbusses, der sie dann gleich nach Davensberg bringen soll. Ansonsten ist es ruhig, der Parkplatz des Bahnhofes ist leer.

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Rätselraten am Capeller Bahnhof: Wann fährt welcher Bus wohin? Die Angaben auf dem Schild sind bei Dunkelheit schwer zu lesen. © Brede

7:26 Uhr: Mit fünf Minuten Verspätung kommt der Schienenersatzverkehrbus Richtung Lünen am Bahnhof Capelle an. Die beiden jungen Männer sind unsicher, ob sie einsteigen sollen. Erst ein Hinweis des Reporters hält sie davon ab. Stattdessen nehmen sie den Bus um 7:38 Uhr Richtung Davensberg.

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Die beiden jungen Männer, die vom Capeller Bahnhof aus nach Münster wollen, haben ihren richtigen Pendelbus nach Davensberg gefunden. © Brede

7:30 Uhr: Achtung! Entgegen bisheriger Aussagen der Deutschen Bahn und der Eurobahn ist der Aufzug am Bahnhof Lünen nach wie vor nicht in Betrieb. Das bedeutet, dass auch die Bahnsteige 1 und 2 nicht barrierefrei erreichbar sind. Der Aufzug war im Juni 2019 für eine Sanierung gesperrt worden, im November fehlte nach Aussage der Bahn nur noch die Abnahme. Die ist bisher offenbar nicht erfolgt.

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Der Aufzug am Lüner Bahnhof ist seit mehr als einem halben Jahr außer Betrieb. © Osterholt

7:45 Uhr: Die Züge der Eurobahn zwischen Davensberg und Münster sowie zwischen Lünen und Dortmund fahren übrigens pünktlich.

8:00 Uhr: Im Bus von Werne nach Lünen gibt es noch freie Plätze - offenbar sind viele Pendler doch aufs Auto umgestiegen (oder sie haben am heutigen Dreikönigstag noch frei). Der Bus hat übrigens mehr als fünf Minuten Verspätung - unter anderem der Ticketverkauf bei Fahrer hält die Linie auf.

8:10 Uhr: Die Bus-Linie A ist um 8:08 Uhr am Busbahnhof in Lünen angekommen. Die Pendler mussten sich zwar beeilen, aber es hat noch gereicht: Die Eurobahn nimmt alle mit nach Dortmund.

8:19 Uhr: In der Eurobahn nach Dortmund verschenkt das Personal Taschenwärmer.

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Geschenk von der Eurobahn: Die Fahrgäste nach Dortmund bekommen Taschenwärmer. © Jaspert

8:30 Uhr: Wie sieht es eigentlich in Nordkirchen aus? Dort ist ja die Haltestelle Rathaus für den Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Die Hinweisschilder sind gut lesbar.

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Das ist die Schienenersatzverkehr-Haltestelle Nordkirchen Rathaus. Von hier geht es Richtung Selm. © Brede

8:40 Uhr: Gucken wir doch mal, ob es an der Haltestelle Lüdinghauser Straße, nur rund 200 Meter entfernt, auch gute Informationen für die Fahrgäste gibt. Denn von dort aus muss man zur Haltestelle Lüdinghauser Straße gehen, um in den Pendelbus nach Selm einzusteigen. Für die „normalen“ Fahrgäste des RB53 gibt es Fahrpläne. Aber nirgendwo steht ein Hinweis auf die Haltestelle Rathaus mit dem Schienenersatzverkehrsbus. Ein großes Manko.

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Servicewüste Nahverkehr: Wer mit dem RB53 an der Halterstelle Lüdinghauser Straße ankommt und zum Bahnhof Selm weiterfahren möchte, bekommt nirgendwo einen Hinweis, dass sie ab der Haltestelle Nordkirchen Rathaus ihr Ziel erreichen können. © Brede

8:50 Uhr: Unser Reporter steigt gleich in Lünen in die SEV-Linie A und fährt bis Davensberg.

9:00 Uhr: Am Bahnsteig in Lünen wartet Anna Karthaus aus Dortmund. Sie sagt, dass in der Bahn wenig los gewesen sei - dafür wären drei Kontrolleure im Zug gewesen:



















9:03 Uhr: Die Kollegen des WDR sind ebenfalls in Lünen unterwegs.

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Der WDR interviewt Pendler in Lünen © Schürmann



9:07 Uhr:
Der Bus verlässt mit sechsminütiger Verspätung den Lüner Busbahnhof in Richtung Werne.



















9:10 Uhr: Im Bus sitzt auch Sascha Dirkschnieder aus Lünen. Er fährt bis Werne.



















9:15 Uhr: „Morgens ein Kaffee weniger, dann passt das schon.“ Klaus Haagen (50) findet, dass zumindest heute der SEV besser funktioniert als Anfang Dezember, als es schonmal eine Sperrung gab - und die Busse teilweise komplett ausfielen.





















9:25 Uhr:
Mit vier Minuten Verspätung erreicht die SEV-Linie A den Bahnhof in Werne.

9:35 Uhr: Johanna Maletz aus Werne ist froh, dass es überhaupt einen SEV gibt. „Sonst würde ich bis August gar nicht nach Münster kommen.“ Die Verspätung des Busses ist für sie unproblematisch: „Wann kommt denn die Bahn mal pünktlich?“



















9:45 Uhr: Alex Kötter (28) kommt aus Dortmund und muss nach Münster. Er fährt das erste Mal mit dem SEV - und wird es vermutlich nie wieder tun: „Es dauert sehr lange, ich hätte gedacht, dass es schneller geht.“ Für ihn wird künftig die Alternative mit dem Zug über Hamm die Wahl sein. „Jetzt über die Dörfer zu fahren, ist aber auch nicht so tragisch.“

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Alex Kötter muss von Dortmund nach Münster - künftig wird er das mit dem Zug über Hamm inklusive Umsteigen versuchen. © Schürmann

9:53 Uhr: Der Bus hat die Verspätung wieder rausgeholt und kommt pünktlich an der Haltestelle Altenwohnheim in Ascheberg an. Der Bahnhof kann hier aufgrund von Straßenbauarbeiten nicht direkt angefahren werden.

10 Uhr: Und auch Davensberg wird von der SEV-Linie A pünktlich erreicht. Die Eurobahn steht bereit zur Weiterfahrt nach Münster.

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Die Eurobahn wartet am Bahnhof Davensberg auf die Pendler aus der Buslinie A. © Schürmann

10:15 Uhr: Mitarbeiter der Eurobahn begleiten offenbar die SEV-Busse und informieren die Kollegen an den Endbahnhöfen. So würden auch verspätete Busse die Züge noch erreichen.

10:40 Uhr: Die Situation am Werner Busbahnhof: Es ist ruhig - aber natürlich auch nicht gerade die Hauptzeit für Pendler. Die Fahrgäste, die hier auf den SEV warten, sind allerdings ein wenig genervt. Einerseits, weil der Bus nach Davensberg 7 Minuten Verspätung hat - andererseits, weil die SEV-Linien nicht auf der elektronischen Anzeigetafel aufgeführt sind. Ob es zu Verspätungen kommt oder nicht, erkennt man also erst, wenn der Bus eintrudelt - oder eben nicht. „Das hätte man besser lösen können“, sagt einer der Fahrgäste, als er auf dem Papieraushang den Fahrplan studiert.

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Die Anzeigetafeln am Werner Busbahnhof zeigen die Ersatzbuslinien nicht an. © Bartlewski

11 Uhr: Der erste Ansturm auf den SEV ist vorbei. Die Busse und Züge blieben leerer als erwartet. Möglicherweise sind mehr Pendler auf Alternativen umgestiegen. Wer ein Monatsticket besitzt, darf bis zum 12. August laut Eurobahn übrigens zwischen Münster und Dortmund mit dem ICE fahren.

11:30 Uhr: Offenbar weichen nur wenig Pendler auf die anderen Bahnstrecken aus. Wie unsere Reporterin vom Bahnhof Mersch in Drensteinfurt berichtet, ist der Parkplatz zwar voll belegt, das Pendleraufkommen jedoch nicht höher als sonst.

11:45 Uhr: Bisher hat es keine Probleme mit den Kapazitäten gegeben. Das dürfte sich spätestens dann ändern, wenn der BVB ein Heimspiel hat. Nach Auskunft der Eurobahn sollen dann aber zusätzliche Busse eingesetzt werden.

12:00 Uhr: Von dem eigentlich Anlass der Streckensperrung ist übrigens noch nicht viel zu sehen. An der Davensberger Straße ist ein Weg aus Metallplatten für die Baufahrzeuge angelegt. Am Bahnhof in Ascheberg konnte man sehen, wie sich die ersten Baufahrzeuge auf den Weg zum Einsatzort gemacht haben - beladen mit Material.

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Eine Straße aus Metallplatten führt zur Baustelle am Bahndamm. © Kaiser

12.20 Uhr: Das war der erste Vormittag mit einem Schienenersatzverkehr zwischen Lünen und Davensberg. Bis auf wenige Zwischenfälle hat alles gut geklappt, der Transfer funktionierte reibungslos. Allerdings: ab morgen kommen auch die Schüler hinzu, die heute wegen des Dreikönigsfestes noch frei hatten. Wir verabschieden uns mit unserem Live-Ticker und wünschen noch einen entspannten Tag!

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