Schmeltzer-Anfrage: Hochschulplanung für Lünen war ein „Ballon mit heißer Luft“

Hochschulstandort Lünen

Der Bürgermeister-Wahlkampf scheint eröffnet: SPD-Kandidat Rainer Schmeltzer hat die Stadtspitze um Amtsinhaber Jürgen Kleine-Frauns (GFL) wegen ihrer Kommunikation kritisiert.

Lünen

, 02.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Schmeltzer-Anfrage: Hochschulplanung für Lünen war ein „Ballon mit heißer Luft“

Das Lüntec mit seinem „Ufo“ soll als Hochschulstandort im Gespräch gewesen sein. © Goldstein

Im Juli 2018 hatte die Stadtverwaltung per Pressemitteilung erklärt, man stehe kurz vor der Gründung einer „hybriden Hochschule“ in Lünen. Die Fachhochschule (FH) Dortmund und eine private Hochschule wollten in Zusammenarbeit mit örtlichen Firmen ein Institut für Informatik und Ingenieurwesen gründen.

Doch diese Ankündigung war voreilig - und vor allem nicht mit der FH abgestimmt, wie sich mittlerweile herausgestellt hat. Eine weitere Ankündigung der Stadt - nämlich, dass Staatssekretär Christoph Dammermann (FDP) in Düsseldorf für das Projekt werben wolle, nahm Schmeltzer nun zum Anlass, eine Kleine Anfrage an die schwarz-gelbe Landesregierung zu stellen.

Schmeltzer-Anfrage: Hochschulplanung für Lünen war ein „Ballon mit heißer Luft“

Rainer Schmeltzer hat die Stadtspitze wegen ihrer Äußerungen zum möglichen Hochschulstandort Lünen kritisiert. © Niehaus (A)

Das Ergebnis nennt der Bürgermeisterkandidat „ernüchternd“, denn weder habe es Werbung für das Projekt gegeben, noch sei die Landesregierung überhaupt daran interessiert, einen Hochschulstandort in Lünen zu erschaffen: „Seit dem Sommer des vergangenen Jahres scheinen die Kontakte zwischen der Stadt Lünen und den zuständigen NRW-Ministerien bezüglich eines Fachhochschulstandortes eingeschlafen zu sein“, resümiert Schmeltzer.

Für ihn sehe Werbung, die seitens der Stadt angekündigt war, anders aus, schließt der ehemalige NRW-Arbeitsminister sein Statement: „Ein großer Ballon mit heißer Luft, der unmittelbar nach dem Start geplatzt ist.“

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