Schmeltzer in Werne als Landtagskandidat nominiert

Für SPD im Nordkreis

In Werne wurde am Donnerstagabend Rainer Schmeltzer, amtierender NRW-Arbeitsminister, gewählt: Er vertritt den Nordkreis der SPD bei der Landtagswahl im kommenden Jahr. Der 55-Jährige wurde ohne Gegenstimme zum Kandidaten gewählt, hatte indes aber auch keinen Gegenkandidaten.

WERNE/LÜNEN

, 02.09.2016, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (r.) vertritt die SPD im Nordkreis. Er wurde am Donnerstagabend zum Kandidaten gewählt. Rüdiger Weiß, selbst Landtagskandidat, gratulierte im Namen des SPD-Unterbezirks Unna.

NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (r.) vertritt die SPD im Nordkreis. Er wurde am Donnerstagabend zum Kandidaten gewählt. Rüdiger Weiß, selbst Landtagskandidat, gratulierte im Namen des SPD-Unterbezirks Unna.

Fast wären es sogar 100 Prozent Zustimmung geworden. Am Ende freute sich Rainer Schmeltzer über 32 von 33 abgegebenen Stimmen, nur ein Delegierter enthielt sich seiner Stimme und sorgte dafür, dass es statt 100 Prozent „nur“ rund 97 Prozent Zustimmung für Schmeltzer wurden.

Der gebürtige Lüner erhielt damit das beste Ergebnis aller drei Landtagskandidaten der SPD im Kreis Unna.

Schmeltzer versprach schon vor der eigentlichen Abstimmung, dass er sich nicht auf einem möglichen Minister-Bonus ausruhen, geschweige denn sich auf ihn verlassen wolle.

Gemeinsam gegen Rechtspopulismus

Als Mitglied des Kabinetts werde er im Wahlkampf natürlich landesweit agieren. „Aber gewählt werde ich nicht in Düsseldorf, sondern hier“, sagte der SPD-Politiker. Beim zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie Lünen – Münster werde er weiter Druck machen, versprach er.

Ein weiteres Thema im Wahlkampf werde es für ihn sein, die Bevölkerung mit den rechtspopulistischen Zielen der Alternative für Deutschland zu konfrontieren. Schmeltzer betonte: „Gegen den rechten Sumpf müssen wir an einem Strang ziehen, egal wie unterschiedlich einzelne Positionen sind.“ Er warnte vor „gefährlichen Thesen“ der „Alternative für Deutschland“, die „mit Propaganda aus der Zeit der 1930er Jahre agiere.

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