Schnaps und Schlangenlinien: Radfahrer war mit 1,76 Promille unterwegs

rnAmtsgericht

Des Guten zu viel: Alkoholisiert setzte sich ein Lüner auf sein Fahrrad und schlingerte der Polizei damit förmlich in die Arme. Die Trunkenheitsfahrt bescherte dem Mann ein Strafverfahren.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 22.09.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Trunkenheitsfahrt auf dem Fahrrad sorgte dafür, dass ein 59-jähriger Lüner eine Premiere unangenehmster Art hatte: ein Strafverfahren.

An sich wollte er am Abend des 14. Dezember bereits den Weg nachhause antreten. Bis dahin hatte er nur ein paar Bierchen getrunken. Doch dann wurde die Flasche mit dem Schnaps geöffnet – und der Rentner konnte nicht widerstehen. Als er sich schließlich aufs Rad setzte, machte sich der Alkohol deutlich bemerkbar. Er fuhr Schlangenlinien und stürzte auf der Steinstraße – im Angesicht der Polizei. Die Beamten witterten, was hier nicht stimmte und ihr Instinkt trog sie nicht. Eine knappe Stunde später hatte der Lüner 1,76 Promille.

Vor dem Amtsgericht räumte der 59-Jährige die Fahrt nun sofort ein und äußerte sich zu den Hintergründen. Der Verteidiger vertrat allerdings die Auffassung, dass sein Mandant vor Ort bei Atem-Alkohol-Testen noch niedrigere Promillewerte unter der relevanten Grenze von 1,6 Promille gehabt habe. Darüber hinaus verwies er auf leere Straf- und Verkehrsregister sowie den Zeitablauf. Der Vorfall liege nahezu ein Jahr zurück. Anklage und Gericht hatten ein Einsehen. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 1000 Euro Geldbuße vorläufig eingestellt.

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