Schonfrist für Lüner Steag-Kraftwerk bis 2018

Blöcke sollen vom Netz

Der Essener Kraftwerksbetreiber Steag zieht die Reißleine: Wie vor wenigen Wochen bereits angekündigt, will sich das Unternehmen im kommenden Jahr von fünf Kraftwerksblöcken trennen. Für Lünen gilt jedoch weiter eine Schonfrist bis 2018.

LÜNEN

, 02.11.2016, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schonfrist für Lüner Steag-Kraftwerk bis 2018

Das Steag-Kraftwerk aus der Luft im Oktober 2016.

Das Energie-Unternehmen Steag wird sich im kommenden Jahr von fünf Kraftwerksblöcken trennen. In Nordrhein-Westfalen sind das die Kraftwerksblöcke West 1 und 2 in Voerde sowie Herne 3. Für Lünen gilt weiter eine Schonfrist bis 2018. Geschlossen werden sollen 2017 auch die Kraftwerke in Weiher und Bexbach im Saarland.

Sprecherin: "Entschieden wird 2018"

Für den Standort Lünen gelte weiter das Auslaufszenario 2018, sagte am Mittwoch eine Steag-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. Das Lüner Kohlekraftwerk verfügt über zwei Blöcke mit einer Leistung von etwa 500 Megawatt. Im kleineren 150-MW-Block wird Bahnstrom produziert.

Der Vertrag läuft noch bis 2018. Das dürfte der Grund sein, dass das Kraftwerk nicht schon eher geschlossen wird. Dazu sagte die Steag-Sprecherin: „Es gibt keinen Stilllegungsplan für Lünen, es gibt nur das Auslaufszenario. Entschieden wird 2018.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt