Schüler in Lünen kehren am Donnerstag zurück - doch es bleiben Fragen

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Die Osterferien sind vorbei - und für einige Schüler soll es am Donnerstag (23.4.) wieder mit dem Unterricht losgehen. Die Schulen stellt das vor Probleme - weil es noch viele Fragen gibt.

Lünen

, 20.04.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hätten die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen am kommenden Dienstag (21.4.) starten sollen. Doch aufgrund der Corona-Krise wurde dieser Termin auf den 12. Mai verlegt. Aus gutem Grund: Bei einigen Abiturienten stehen noch nicht einmal die Vornoten fest.

„Wir haben fünf Schüler, die bei den Vorklausuren krank waren und nachschreiben müssen“, gibt Heinrich Kröger, Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Lünen, ein Beispiel. „Wie genau wir das jetzt handhaben, wissen wir allerdings noch nicht.“

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Zu frisch war am Freitag (17.4.) die Nachricht, dass es in der kommenden Woche wieder mit dem Unterricht losgehen soll - zumindest für alle Schüler der Prüfungsklassen. Abiturienten können den Unterricht freiwillig besuchen oder sich stattdessen weiter zuhause auf die Prüfungen vorbereiten.

Für die Schulen steht zunächst eine andere Herausforderung an: „Wir müssen schauen, wie wir die Räume aufteilen und welche Kollegen überhaupt arbeiten dürfen“, so Kröger. 111 Abiturienten gibt es derzeit am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Lehrer mit Vorerkrankungen oder ab einer bestimmten Altersgrenze zählen zur Risikogruppe und dürfen die Schüler nicht betreuen. „Da gehöre ich mit meinen 60 Jahren auch zu“, sagt der Schulleiter.

Auf ihn werden vermutlich ohnehin erst andere Aufgaben zukommen. Wie berichtet will die Stadt mit regelmäßiger Reinigung durch die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) und häufigerer Kontrolle der Papierhandtücher und Desinfektionsmittel die Schulen unterstützen. Letztlich liegt es aber an den Schulen selbst, die Einhaltung der Hygienevorschriften sicherzustellen.

Noch kein Plan für die Klassen 1 bis 3

Das gilt auch für die Grundschulen, bei denen es am 4. Mai losgehen soll - zunächst mit den vierten Klassen. „Allerdings auch nur, falls die allgemeine Infektionslage das zulässt“, betont Matthias Flechtner, Leiter der Leoschule in Lünen. Wie es danach für die Klassen 3, 2 und 1 weitergeht? „Das wissen wir noch nicht.“

Überhaupt hätten die Nachrichten aus dem Ministerium derzeit mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet, so der Schulleiter. „Da müssen wir jetzt abwarten, welche Informationen als nächstes kommen.“ Derzeit bereite die Leoschule - wie die meisten Grundschulen in Lünen auch - Material vor, dass die Eltern der Schüler am Dienstag (21.4.) jahrgangsweise abholen können. „So besteht wenigstens die Möglichkeit, dass die Kinder zuhause weiter lernen.“

Die genauen Abholzeiten werde man den Eltern noch mitteilten, erklärt Flechtner. Gleiches gilt für alle weiteren Neuigkeiten, was die Wiederaufnahme des Unterrichts betrifft.

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