Schüsse unter Rockern: Prozess muss neu starten

Richterin erkrankt

Der Prozess gegen ein Mitglied des Rockerclubs "Bandidos" muss noch einmal komplett neu aufgerollt werden. Grund ist die Erkrankung einer Richterin. Dem Rocker wird vorgeworfen, in Lünen auf einen Kontrahenten geschossen zu haben. Die Verhandlung soll zügig abgewickelt werden, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

LÜNEN/DORTMUND

02.06.2016 / Lesedauer: 2 min
Schüsse unter Rockern: Prozess muss neu starten

Saß am ersten Prozesstag hungrig auf der Anklagebank: ein Mitglied der Bandidos.

Der 23-Jährige ist wegen Mordversuchs angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im vergangenen August in Lünen auf einen Kontrahenten geschossen haben, der in einem Haus hinter einer Scheibe gestanden hat. Der Angeklagte hatte angeblich im Auto gewartet, bis er einen Schatten sah. Dann soll er abgedrückt haben. Das Projektil war jedoch in der Doppelverglasung stecken geblieben.

Acht Tage war bereits verhandelt worden, dann kam das Aus. Eine längere Unterbrechung ließ die Strafprozessordnung nicht zu.

Alles auf Null

Am Donnerstag hat deshalb alles noch einmal von vorne begonnen. Die Richter wollen das Programm jetzt allerdings etwas straffen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.

Der angeklagte und inhaftierte Rocker will sich zu dem Vorwurf nicht äußern. Im ersten Prozess hatte er vor allem mit seinem Wunsch für Aufmerksamkeit gesorgt, doch endlich mal wieder ein Käsebrötchen essen zu dürfen. 

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