Schützenkönig Wesche abgesetzt

LÜNEN Heiko Wesche, seit 9. August 2008 König des Schützenvereins Lünen-Süd 1925 und Umgebung, hat sein Amt verloren - mehr noch: Der Vorstand fasste den einstimmigen Beschluss, ihn aus dem Verein auszuschließen.

von Von Ruhr Nachrichten

, 22.10.2008, 06:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht mehr König: Heiko I. Wesche (l.).

Nicht mehr König: Heiko I. Wesche (l.).

Das Ergebnis der Sitzung am Montagabend im Schützenhaus mit 21 Teilnehmern des Führungsteams teilte am Dienstag Geschäftsführer Peter Schwarz der Redaktion mit. "Heiko Wesche wurde mit sofortiger Wirkung die Königswürde aberkannt und aus dem Verein ausgeschlossen. Seit August König des Vereins, gab es mehrmals Verfehlungen gegen die Satzung", teilte das Vorstandsmitglied mit.

Der König selbst sei der schriftlichen Einladung zu der Besprechung nicht gefolgt, sagte Schwarz.

Mehrere Gespräche mit dem Vorstand und dem Festausschuss mit dem Ziel, in Zukunft das Amt im Sinne der Satzung besser auszufüllen, seien nicht auf fruchtbaren Boden gestoßen. "Wir haben den Beschluss gefasst, weil wir keine Möglichkeit zu einer weiteren vertrauensvollen Zusammenarbeit gesehen haben", sagte Schwarz.

Keine vertrauensvolle Zusammenarbeit Wesche ist Mitglied der 8. Kompanie und trat vor über zehn Jahren dem Verein bei. Als Königin hatte er Elke Holzhauer gewählt, die als Elke I. den Thron bestieg. Vor ca. 14 Tagen erreichte ihr Rücktritt den Vorstand, der erneut am Montag, 24. November, zusammentritt (20 Uhr, Schützenhaus).

Heiko Wesche bestätigte im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, dass seine noch junge Amtszeit unter keinem guten Stern stand, er dem Vorstand gegenüber aber immer deutlich gemacht habe, dass sein Beruf als Schlosser Vorrang habe. In einem Schreiben vom 24. September 08 wirft ihm der Vorstand "Verfehlungen als König" vor, die sich auf Terminwahrnehmungen, aber auch auf finanzielle Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Amt beziehen. Er habe seinen Rücktritt angeboten, sei aber vom Vorstand gebeten worden, zunächst als König weiterzumachen. Deshalb überraschte ihn die gestrige Nachricht auch vom Vereinsausschluss. "Das finde ich nicht fair", sagte der 28-Jährige.

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