Schutzstreifen bringt mehr Platz für Radfahrer auf der Münsterstraße

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Seit dem 2. Juli können Radfahrer auf der Münsterstraße einen Schutzstreifen nutzen. Dadurch verengt sich allerdings die Fahrspur für Autos - und ein Abbieger fällt komplett weg.

Lünen

, 05.07.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits im Dezember hatte der Stadtrat Veränderungen für den Verkehr an der Münsterstraße beschlossen. Konkret ging es darum, mehr Platz für Radfahrer zu schaffen - was zugegeben schwierig ist, denn aufgrund der Bebauung und der Bäume bleibt nicht viel Gestaltungsspielraum.

Einen ersten Teil der Maßnahmen hatte die Stadt bereits in der vergangenen Woche umgesetzt: Aus dem Fuß- und Radweg ist ein reiner Fußweg geworden, der jedoch für Radfahrer freigegeben ist. Allerdings müssen sie dort Schrittgeschwindigkeit fahren, der Fußgänger hat stets Vorrang. Der ADFC sieht das kritisch, weil in seinen Augen die rechtliche Situation nicht eindeutig geklärt ist.

Damit Radfahrer schneller vorankommen, wurde nun an der Nordseite der Münsterstraße ein sogenannter Schutzstreifen markiert. Hier können Radfahrer in normalem Tempo in Richtung Innenstadt fahren. „Natürlich hätten wir das gerne auf beiden Seiten gemacht, aber das gibt der Platz leider nicht her“, sagt der Technische Beigeordnete Arnold Reeker.

Vielmehr führt der Schutzstreifen dazu, dass die Münsterstraße stadteinwärts vor dem Bahnübergang nicht länger zweispurig ist - und folglich auch der Linksabbieger zum Hauptbahnhof nicht mehr existiert. „Die Straße ist wohl noch breit genug, dass Autos aneinander vorbeifahren können“, so Reeker.

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