Seel-Sorgen aus Lünen: Der heilige Blasius und die Pandemie

Redaktion Lünen
Michael Mombauer ist leitender Pfarrer der Gemeinde St. Marien Lünen. © Sylvia vom Hofe
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Der 3. Februar ist der Gedenktag des Heiligen Blasius. Er gehört zu den vierzehn „Nothelfern“ – allesamt Heilige, die zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert gelebt und gewirkt haben. Sie werden als Schutzpatrone im Gebet angerufen, wobei der Heilige Blasius vor allem bei Halsleiden um Hilfe gebeten wurde.

Passend zum Gedenktag erinnert Pfarrer Michael Mombauer aus der katholischen Kirchengemeinde St. Marien an den Märtyrer: „Der Mensch wusste um seine Schwachheit und hoffte, im Gebet neue Kraft zu bekommen.“ Mit der Zeit änderte sich die Einstellung der Menschen – sie glaubten, durch die Wissenschaft alles erklären zu können. „Viele Krankheiten sind plötzlich heilbar und verlieren ihren Schrecken.“

Doch die Corona-Pandemie und der Klimawandel führen den Menschen die Grenzen des Wachstums vor Augen: „Die Krise egalisiert, weil sie jeden auf gleich treffen kann.“ Schon jetzt steht fest: Unser Leben wird sich nachhaltig verändern, ein ,Weiter so‘ kann es nicht geben.“