Sehnen nach der Abrissbirne

Brambauer Das Warten auf Bagger und Baubeginn beflügelt Banausen, durch das leer stehende Pfarrhaus und die alte Kita an der Königsheide zu spuken. «Lieber Gott, lass Abriss werden», möchte die Evangelische Kirchengemeinde beten.

10.07.2007, 10:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Erbbaupacht-Vertrag mit der HS Wohnungsbau GmbH aus Dortmund war im Dezember letzten Jahres nach monatelangem Tauziehen endlich perfekt gemacht und die Gemeindekasse durch den Verkauf des Grundstücks etwas aufgepäppelt worden.

Doch der seinerzeit vom Investor verbreitete Ehrgeiz, möglichst bald mit dem Abriss der Alt-Immobilien bzw. der Errichtung von vier Doppelhaushälften und drei Einfamilienhäusern zu beginnen, trägt bislang noch keine Früchte.

Zusage

«Vor Tagen haben wir vom Investor die Zusage bekommen, dass mit dem Abriss auf jeden Fall noch im Laufe des Monats begonnen werden soll» sagte Pfarrer Horst Prenzel (Foto) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wegen der Eintragungen zur Erbbaulast habe es «gewisse Verzögerungen» gegeben, so Prenzel.

Das Interesse der Kirchengemeinde, die verwaisten Gebäude (alte Kita und Pfarrhaus) schnell dem Erdboden gleichzumachen, ist auch der Erfahrung geschuldet, «dass sich zwielichtige Gestalten hin und wieder in den leeren Häusern herumtreiben», sagte Prenzel. In diesem Zusammenhang habe es schon zwei kleinere Feuer gegeben.

Der Spuk des Fremdmissbrauchs in direkter Nähe zum gut besuchten Gemeindehaus würde nicht nur ältere Besucher der Gemeindehaus-Veranstaltungen verunsichern und teilweise ängstigen.

Pfarrer Prenzel: «Diese Umstände machen es wünschenswert, wenn der Investor mit dem Projekt bald anfangen würde.» k

Lesen Sie jetzt