Serie von Supermarkt-Überfällen: Lüner Angeklagten drohen lange Haftstrafen

Landgericht Dortmund

Neun Monate hat das Dortmunder Landgericht verhandelt, jetzt steht der Abschluss des Prozesses um eine Serie von Überfällen auf Supermärkte bevor. Den Lüner Angeklagten drohen harte Strafen.

Lünen, Herbern

, 19.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Angeklagten beim Prozessauftakt im März.

Die Angeklagten beim Prozessauftakt im März. © Martin von Braunschweig

Am Freitag wird das Urteil gegen die beiden 22 und 27 Jahre alten Angeklagten erwartet. Und beide dürfen weiterhin nicht damit rechnen, die Feiertage im Kreise ihrer Familien verbringen zu können. Für den mutmaßlichen Haupttäter (22) hat die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten beantragt. Der Mitangeklagte soll nach dem Willen der Anklägerin zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und vier Monaten verurteilt werden.

Die Staatsanwältin beantragte weiterhin, beide Männer nach Verbüßung eines Teils der Strafe in einer geschlossenen Drogen-.Entziehungsklinik unterzubringen. Würden sie dort die Therapie erfolgreich durchstehen, könnten sie darauf hoffen, im Anschluss den Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt zu bekommen.

Bei der Raubserie im Jahr 2017 waren insgesamt acht Discounter in Herbern, Ascheberg, Lünen und Hamm überfallen worden. Die Täter gingen dabei äußerst brutal zu Werke, was bei den meisten betroffenen Angestellten bis heute nachhaltige Wirkung hinterlassen hat. Viele Zeugen brachen bei ihrer Befragung im Gericht in Tränen aus. Manche haben inzwischen sogar den Job gewechselt.

Ein weiterer früherer Mitangeklagter, der ebenfalls aus Lünen stammt, ist bereits vorzeitig zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

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