So bekommen wir die Pandemie nicht in den Griff

Meinung

Die ersten 520 Lehrer und Kitabeschäftigte haben sich mit AstraZeneca impfen lassen, plötzlich wird das Präparat zurückgezogen. Die Pandemie hat mir eins gezeigt: Auf nichts ist Verlass.

Lünen

, 15.03.2021, 19:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Impfungen von Mitarbeitern von Grundschulen und Kitas sind in Lünen beim ersten Termin gut verlaufen. Der zweite Impftermin am Freitag, 19. März, fällt aus.  Der Bund hat das Impfen mit AstraZeneca ausgesetzt.

Die Impfungen von Mitarbeitern von Grundschulen und Kitas sind in Lünen beim ersten Termin gut verlaufen. Der zweite Impftermin am Freitag, 19. März, fällt aus. Der Bund hat das Impfen mit AstraZeneca ausgesetzt. © Arndt Brede (Archiv)

Allgemeine Verunsicherung. Dieses Gefühl verbinde ich mit Corona. Oft weiß man nicht, was man machen soll. Anfangs wurde diskutiert Masken ja oder nein? Dann Schul-Unterricht, zusammen oder getrennt? Später Lockdown oder Lockerungen? Für alles und jedes gab und gibt es gute Argumente. Doch wer blickt da noch durch? Ich höre den Experten zu. Vieles scheint plausibel. Dann der Hoffnungsschimmer Impfung. Soll man oder soll man nicht? Ist auch alles ausreichend getestet? Wie und wann bekommt man überhaupt einen Termin? Fragen über Fragen. Plötzlich ist der Alltag kompliziert. Erst ist zu wenig Impfstoff da, dann einer, der ein Imageproblem hat: AstraZeneca. Von stärkeren Impfreaktionen war zwischenzeitlich die Rede. Die Erfahrungen der Lüner Lehrer und Kita-Beschäftigten zeigen, dass es Reaktionen gibt, die aber nach wenigen Tagen abklingen. Für mich ist alles im grünen Bereich. Jetzt wird plötzlich der Impfstoff vorsorglich zurückgezogen. Es soll noch untersucht werden, ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen schweren Folgen und der Impfung gibt. Natürlich ist es wichtig, genau zu prüfen. Aber es ist auch wichtig, endlich diese Pandemie zu bekämpfen. Dann muss eben schnell ein anderer Impfstoff besorgt werden. Aber das Thema hat die Politik ja auch nicht im Griff. Das bestärkt mich wieder in dem Gefühl: Auf nichts ist Verlass.

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