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So feierte die Lüner Musikschule ihr 50-Jähriges

Konzert musste umziehen

Von Mozart bis zum Steigerlied, vom Bach über Liszt bis zu orientalischen Klängen - so groß ist die Bandbreite gewesen beim Konzert zum 50. Geburtstag der Musikschule Lünen. Eigentlich hätte das Konzert ja im Heinz-Hilpert-Theater stattfinden sollen. Aber das ging nicht.

LÜNEN

von Carolin Rau

, 15.10.2017 / Lesedauer: 3 min
So feierte die Lüner Musikschule ihr 50-Jähriges

Das JeKits-Orchester Hamm unter Leitung von Barbara Reher spielte zum doppelten Geburtstag ein Ständchen. Unterstützung bekamen sie von Lüner Kita-Kindern.

„Das ist Musikschule. Wir sind flexibel, reagieren kreativ und packen alle mit an, dann steht die Musik im Mittelpunkt“, begrüßt Annegret Schwiening, Moderatorin beim Festkonzert zum Jubiläum der Lüner Musikschule und des Landesverbands der Musikschulen NRW, am Freitagabend einen gut gefüllten Hansesaal.

Aufgrund des Wasserschadens musste die Veranstaltung vom Hilpert-Theater in die benachbarten Räumlichkeiten ausweichen.

Los ging es mit Luca Aaron Vazgec am Klavier und Stücken von Johann Sebastian Bach und Franz Liszt. Ganz schön aufgeregt sei der 14-Jährige vor seinem Auftritt gewesen, ließ sich davon aber nichts anmerken. Mit einer beeindruckenden Fingerfertigkeit überzeugte er das Publikum. Das JeKits-Orchester Hamm – Jekits bedeutet „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ und setzt in den Grundschulen zur musikalischen Frühförderung an – spielte auf Querflöte, Gitarre, Geige, Kontrabass und Co.

Neben den jungen Musikern aus Hamm kamen auch Gäste aus Recklinghausen, Dortmund und Bochum. Aufgrund von Ressourcenkürzungen schaffte es die Lüner Musikschule nicht, wie beim 25. Geburtstag, das Konzert alleine zu stemmen.

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Konzert zum 50-Jährigen der Musikschule Lünen

An ungewohntem Ort und mit vielen verschiedenen Facetten hat die Musikschule der Stadt Lünen ihren 50. Geburtstag gefeiert. Hier Eindrücke vom Konzert aus dem Hansesaal.
15.10.2017
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Das JeKits-Orchester Hamm unter Leitung von Barbara Reher spielte zum doppelten Geburtstag ein Ständchen.© Foto: Carolin Rau
Sanftere Klänge stimmte das "Veeh-Harfen-Ensemble" auf ihren zarten Seiten an.© Foto: Carolin Rau
Der 14-jährige Luca Aaron Vazgec überzeugte die Zuschauer am Klavier.© Foto: Carolin Rau
Das JeKits-Orchester Hamm unter Leitung von Barbara Reher spielte zum doppelten Geburtstag ein Ständchen.© Foto: Carolin Rau
Das JeKits-Orchester Hamm unter Leitung von Barbara Reher spielte zum doppelten Geburtstag ein Ständchen. Unterstützung bekamen sie von Lüner Kita-Kindern.© Foto: Carolin Rau
Inklussion wird in den Musikschulen in NRW großgeschrieben. Das zeigte der Auftritt der Band "Studio 13" eindrucksvoll.© Foto: Carolin Rau
Inklussion wird in den Musikschulen in NRW großgeschrieben. Das zeigte der Auftritt der Band "Studio 13" eindrucksvoll.© Foto: Carolin Rau
Sanftere Klänge stimmte das "Veeh-Harfen-Ensemble" auf ihren zarten Seiten an.© Foto: Carolin Rau
Schlagworte Lünen

Ein Thema, das auch viele der Festredner, darunter Musikschulleiter Frank Fischer, Kulturreferent Dr. Jan Fallack vom Städte- und Gemeindebund NRW, Ruddi Sodemann vom Landesverband und Staatssekretär Klaus Kaiser vom Kulturministerium NRW, in ihren Reden aufgriffen.

Doch auch die positiven Seiten der vergangenen 50 Jahre kamen zur Sprache: „Jede Musikschule, die 50 Jahre alt wird und so quicklebendig ist wie die in Lünen, macht anderen Musikschulen Mut“, sagte Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen.

Inklusion und eine türkische Melodie des Herzens

Dass Inklusion in Musikschulen großgeschrieben wird, zeigte dann der Auftritt der Band „Studio 13“ aus Bochum. Sie begeisterte die Zuhörer mit kraftvollen, zweistimmigen Liedern. Der etwas lauteren Musik folgten danach sanftere Klänge der sogenannten Veeh-Harfen, eines Zupfinstruments. Begleitet vom Klavier sang das Frauenensemble, 60 bis 83 Jahre alt, Stücke von Mozart bis zum Steigerlied.

„Gönülden Nagmeier“ ist türkisch und bedeutet übersetzt so viel wie Melodie des Herzens. Es ist der Name eines Frauenchors, der erst sieben Tage vor dem Konzert spontan eingeladen wurde und mit orientalischen Klängen überzeugte. Dem Auftritt der Frauen folgten Trommelklänge des Percussionensembles „Boogie Voodoo“ aus Dortmund.

Zum Ende des Abends gab es dann noch ein Ständchen für Musikschule und Landesverband. Passend dazu sagte Horst Müller-Baß, Erster Beigeordneter der Stadt Lünen: „Heute sind wir uns alle einig, Musikschulen sind für uns ganz wichtig.“

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