So gefällt Händlern und Kunden der Marktplatz

Wochenmarkt in Lünen

Nach zehn langen Monaten haben Händler und Kunden in Lünen am Dienstag die Rückkehr des Wochenmarkts auf den Marktplatz gefeiert. Trotz der Freude über den Umbau des Willy-Brandt-Platzes - es gibt auch Argumente, die für das Ausweichquartier sprechen.

LÜNEN

von David Reininghaus, Samira Schindler

, 16.05.2017, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dienstag und Freitag kann jetzt wieder am gewohnten Ort zwischen 8 und 13 Uhr eingekauft werden. Während die meisten Besucher sich glücklich darüber zeigten, dass die Umbaumaßnahmen am Willy-Brandt-Platz abgeschlossen sind, konnten einige Händler auch dem Ausweichquartier in der Fußgängerzone durchaus Positives abgewinnen.

Ingrid Neumann findet den neu gestalteten Markt „sehr schön“. Sie freut sich über den Umzug der Händler. „In der Fußgängerzone war es doch recht eng, hier auf dem Marktplatz ist einfach mehr Platz.“

Sahin Temiz, der seit zehn Jahren mit seinem Obst- und Gemüsehandel auf dem Markt vertreten ist, findet die Atmosphäre vor dem Rathaus besser: „In der Fußgängerzone hat mir die echte Marktstimmung gefehlt, weil die Stände weit voneinander entfernt waren. Jetzt ist endlich wieder Action. In der Fußgängerzone waren vielen Kunden die Wege zum nächsten Stand zu weit.“

Marica Keppler, Stammkundin von Temiz, bestätigt dessen Einschätzung: „Jetzt ist es wieder so, wie gewohnt. Hier sind alle Stände nah beieinander, die Atmosphäre ist gemütlicher.“ In der Fußgängerzone hatte sie zudem Probleme, mit dem Fahrrad durch die engen Gassen zu kommen.

Wirtschaftliche Vorteile durch das Ausweichquartier

Dieter Bährend vom gleichnamigen Käsehandel findet den Marktplatz „sehr gelungen“. Seit 60 Jahren ist die Familie auf dem Markt vertreten. „Ich komme aus Dortmund, bin durch den Markt aber quasi in Lünen eingebürgert“, sagt er und lacht dabei. „Mit der Aufteilung der Stände bin ich sehr zufrieden. In der Fußgängerzone waren die Umsätze durch die Laufkundschaft sogar etwas besser als auf dem Markt“, hatte seiner Meinung nach das Ausweichquartier aus wirtschaftlicher Sicht sogar Vorteile.

„Man muss schauen, wie sich der neue Markt entwickelt“, sagt Tanja Bährend, die den Betrieb in vierter Generation führt.

Christine Zapler, die einen Blumenhandel betreibt, konnte in der Fußgängerzone ebenfalls einen „leicht besseren Umsatz verzeichnen. Der Markt in der Fußgängerzone hatte ein holländisches Flair“, gefiel ihr auch die Atmosphäre am Alternativstandort. „Wir wussten alle, dass es nur für eine begrenzte Zeit war, waren zu der Zeit aber froh, um die Ausweichmöglichkeit. Jetzt freuen wir uns auf den Neustart. Durch die neue Gastronomie hat sich der Markt sogar verbessert“, findet sie.

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