So sehen Wohnungen im Hertie-Gebäude aus

Hell und modern

Architekt Christian Christensen dreht den Schlüssel um und gibt den Blick frei auf die erste fertige Maisonette-Wohnung im ehemaligen Lüner Hertie-Haus. Hell ist sie und modern. Bis auf wenige Handgriffe wirkt sie bereit zum Einzug. Doch das wird erst in einigen Monaten passieren. Wir haben uns auf der Baustelle umgeschaut.

LÜNEN

, 14.03.2016, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sehen Wohnungen im Hertie-Gebäude aus

Innenansicht einer Maisonette-Wohnung: Die Raumhöhe von drei Metern ergibt sich aus der Statik des ehemaligen Hertie-Hauses. Üblich ist eine Raumhöhe von 2,50 Metern.

Man wolle die Baugeräusche drumherum niemandem zumuten, erklärt Bauverein-Geschäftsführer Friedhelm Deuter, daher werden die ersten Bewohner erst Anfang Juni einziehen. Also ist jetzt Endspurt angesagt auf Lünens größter Baustelle im Herzen der City. Handwerker unterschiedlicher Gewerke geben dem Projekt den Feinschliff. In den nächsten Tagen wird Klinker auf die Fassade geklebt. „Wir mussten den Frost abwarten“, so Deuter. Bis Anfang Juni will der Bauverein als Eigentümer die ehemals klotzige Immobilie in ein modernes Wohn- und Geschäftshaus verwandeln.

Helle, moderne Wohnungen entstehen

Ein Blick in die 104 Quadratmeter große Maisonette-Wohnung zur Bäckerstraße hin zeigt, wie Wohnen in einem ehemaligen Kaufhaus sein kann: Eine Loggia flankiert den offenen Wohn-, Ess- und Küchenbereich.

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So sieht es am alten Hertie-Haus im März 2016 aus

Die erste Maisonette-Wohnung im ehemaligen Hertie-Haus ist fertig. Hell ist sie, modern und wohnlich aufgeteilt. Bis auf wenige Handgriffe wirkt sie bereit zum Einzug. Wir haben uns auf der Baustelle umgeschaut.
14.03.2016
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Ein Blick in das spätere Schlafzimmer. Die Säule ist der Statik des ehemaligen Hertie-Hauses geschuldet.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Schließt die Haustür zur fast fertiggestellten Maisonette-Wohnung im Hertie-Gebäude auf: Architekt Christian Christensen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Innenansicht einer Maisonette-Wohnung: Die Raumhöhe von drei Metern ergibt sich aus der Statik des ehemaligen Hertie-Hauses. Üblich ist eine Raumhöhe von 2,50 Metern.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Badewanne ist schon drin.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Ein Blick in das Treppenhaus der Wohnung.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
An der Fassade zum Innenhof wird Dämmschutz angebracht.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Der Bauriegel zur Marktseite hin hat Richtung Süden seine Sonnenseite. Sie wird nicht von dem zweiten Bauriegel zur Bäckerstraße hin beeinträchtigt.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Hier soll ein begrünter Innenhof mit zwei Bäumen entstehen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Die Tage der Baugerüste sind gezählt: Zum 1. Juni soll sich das ehemalige Hertie-Gebäude in ein modernes Wohn- und Geschäftshaus gewandelt haben.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Endspurt auf der Baustelle: Zum 1. Juni sollen in dem ehemaligen Hertie-Haus Wohnungen, Geschäfte, Gastronomie und Arztpraxen ihre neue Adresse haben.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
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Über eine Treppe gelangt man zu Kinder- Schlaf- und Badezimmer im ersten Stock. Auffällig in den Räumen sind Säulen – statische Elemente, die weiterhin eine tragende Rolle haben. Auch die Raumhöhe von 3 statt der üblichen 2,50 Meter habe man bewusst gelassen, sagt Deuter. Sie geben der Wohnung ein besonderes Raumgefühl. „Mit Türen, die dadurch Oberlichter haben“, zeigt Architekt Christian Christensen.

Wohnungen, Arztpraxen und ein grüner Innenhof

Fünf dieser Maisonette-Wohnung über zwei Etagen entstehen auf der Südseite, dazu vier weitere konventionelle Wohnungen. In dem Bauriegel zur Marktseite sind 15 Wohnungen und zwei Arztpraxen vorgesehen. Herzstück des Gebäudes wird ein begrünter Innenhof mit zwei Bäumen in großen Pflanzkübeln.

Der Umbau der ehemaligen Hertie-Immobilie gilt als viel beachtetes Modellprojekt. Gruppen von Architekten schauten sich auf der Baustelle um. Sie kamen mitunter aus Städten, die ebenfalls Konzepte für leer stehende Kaufhäuser suchen. Dass der Bauverein sich an das 14 Millionen Euro teure Projekt wagte, führt Deuter auf den schlüssigen Entwurf der Uding Projektmanagement zurück.

Als spannendsten Moment der Bauphase nennt Christensen neben der Schneise für den Innenhof den Rückbau der Treppenhäuser. „Da mussten acht Tonnen schwere Einzelteile passgenau herausgehoben werden."

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