So sicher ist Lünen laut Polizeipräsident Lange

Rundgang durch die Stadt

Wie sicher ist Lünen? Mit dieser Frage im Hinterkopf ist der Polizeipräsident Gregor Lange am Mittwoch gemeinsam mit dem Lüner Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns durch die Stadt spaziert. Wirklich kritische Punkte entdeckten sie zwar nicht, trotzdem stehen ein paar Veränderungen ins Haus.

LÜNEN

, 05.10.2016, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine „ausgesprochen sichere Stadt“ sei Lünen, meinte Polizeipräsident Gregor Lange, „lebenswert und sicher“. Eine „sichere Stadt, das ist objektiv unbestreitbar so“, stimmte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns zu. Pläne für Veränderungen gibt es dennoch: Zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls brachten beide sogenannte Ordnungspartnerschaften ins Spiel. 

Das erklärten Lange und Kleine-Frauns (GFL) nach einem Mittwochvormittag, an dem sie sich gemeinsam Orte in Lünen angeschaut haben, „die keine echten Brennpunkte sind“ (Kleine-Frauns): die Münsterstraße, den Cappenberger See, die Flüchtlingsunterkünfte Borker Straße und Alstedder Straße und das Bürgerzentrum Gahmen.

Gewalt-Delikte zurückgegangen

Der Blick auf die Zahlen gibt beiden Recht: Im Vergleich zum Vorjahr sind 2015 zum Beispiel die Gewalt-Delikte um 5,49 Prozent zurück gegangen auf 6905 Fälle: „In diesem Jahr gehen die Kurven weiter zurück“, ergänzte Lange, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Ein Ergebnis des Rundgangs war dementsprechend, auch das Sicherheitsgefühl der Lüner verbessern zu wollen: „Wir haben in Dortmund gute Erfahrungen mit Ordnungspartnerschaften gesammelt und wären auch in Lünen dazu bereit“, sagte der Polizeipräsident. Ein Bestandteil einer solchen Partnerschaft ist gemeinsamer Streifendienst von Polizeibeamten und Verwaltungsmitarbeitern. Die SPD hat passend dazu für die Ratssitzung einen entsprechenden Antrag gestellt, drei Stellen müssten laut SPD dafür geschaffen werden.

Gemeinsamer Streifendienst

Kleine-Frauns gefällt die Idee: „Ich würde mich freuen, wenn die Politik sich zu einer Ordnungspartnerschaft durchringen würde“, erklärte er, schränkte jedoch zugleich ein: „Aus finanzieller Sicht wäre das für uns eine riesige Herausforderung. Es geht aber hier darum, die richtige Prioritäten zu setzen.“ Umstrukturierungen in der Ordnungsbehörde könnten jedoch dazu führen, dass neue Kapazitäten frei werden.

Kleine-Frauns wird dem Rat empfehlen, den SPD-Antrag an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung zu verweisen. Der könnte dann wiederum eine Prüfung veranlassen. Kleine-Frauns und Lange verständigten sich außerdem darauf, künftig bei einer Sicherheitskonferenz zweimal im Jahr über die Entwicklung und die Perspektiven der Sicherheit in Lünen zu sprechen. 

"Keine ungewöhnliche Sicherheitslage"

Die Lage an vermeintlichen Problemstellen, etwa in Brambauer oder an den Flüchtlingsunterkünften Borker Straße/Alstedder Straße, sieht Lange entspannt. „An den Unterkünften haben wir eine enge Fürsorge der Polizei, dort gibt es keine Auffälligkeiten. Auch in Brambauer haben wir keine ungewöhnliche Sicherheitslage“, meinte er. Anlass zu Änderungen sieht er für Brambauer nicht. „Wir sind dort vertreten und bleiben dort vertreten“, so Lange. Eine Wache gibt es in Brambauer jedoch schon lange nicht mehr, dafür feste Sprechstunden in den Räumen der Sparkasse Paul-Bonnermann-Straße – allerdings nicht am Wochenende.

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