So war das Lüner Festival "Junges Theater" 2016

Kurz-Kritiken, Fotos und Rückblick

Fünf Tage lang haben freie Ensembles und Theatergruppen ihr Können präsentiert. Jetzt ist das 9. Festival Junges Theater Lünen ist mit einer Premiere zu Ende gegangen: Die Schüler der Realschule Altlünen stimmten eine Ode auf die Stadt Lünen an. Hier gibt es die Kurz-Kritiken und Fotos der gelaufenen Stücke zum Nachlesen.

LÜNEN

, 09.06.2016, 14:03 Uhr / Lesedauer: 8 min
So war das Lüner Festival "Junges Theater" 2016

"Besen sind nicht zum Fegen da!"

Der Ausklang des Festivals Junges Theater Lünen bot Rückblick und Ausblick zugleich. Und eine überraschende Premiere. In großer Besetzung, mit Chor, Gesangs- und Instrumentalsolisten waren Schüler und Lehrer der Realschule Altlünen angerückt, um eine Ode an die Lippestadt anzustimmen. Unter Federführung des Musikpädagogen Thomas Haake war anlässlich des Stadtjubiläums das Lied „Lünen, Stadt im Grünen“ entstanden. Ein Lied, das man im Laufe des Jahres sicher noch öfter hört. 

In seiner abschließenden Betrachtung  warf Fördervereinsvorsitzender Jürgen Larys einen Blick auf die beginnende Fußballeuropameisterschaft. Er betonte, dass Deutschland in einer Disziplin schon längst Weltmeister sei. Es sei nämlich Theaterweltmeister. 

Zwischendurch trugen Mandy Huynh und Lena Burkhardt mit ihren wunderbaren Stimmen gefühlvolle Balladen vor. „Wir freuen uns auf das nächste Jahr, wo wir 10-jähriges Jubiläum feiern“, meinte Festivalorganisator Dr. Matthias Laarmann. Und damit die Zeit bis dahin nicht zu lang wird: Anlässlich des Stadtjubiläums veranstaltet der Förderverein am 6. November eine große Talentschau, bei der alle Altersklassen angesprochen sind. Sowohl als Akteure als auch als Zuschauer.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Eindrücke vom Festival Junges Theater Lünen 2016

Das Festival Junges Theater Lünen findet zum 9. Mal statt. Auf der Bühne des Heinz-Hilpert-Theaters können freie Ensembles und Theatergruppen verschiedener Schulformen ihr Können vor großem Publikum präsentieren.
01.06.2016
/
Abschluss des Theaterfestivals mit der Aufführung "Feuervogel"© Foto: Diethelm Textoris
Abschluss des Theaterfestivals mit der Aufführung "Feuervogel"© Foto: Diethelm Textoris
Iwan (Julius Gödde) und Feuervogel (Laura Urbanczyk).© Foto: Diethelm Textoris
Feuervogel (Laura Urbanczyk) und Iwan (Julius Gödde).© Foto: Diethelm Textoris
Annalena Petry, Sina Lee Lorenz und Lena Hocevar als klatschende Hofdamen.© Foto: Diethelm Textoris
Abschluss des Theaterfestivals mit der Aufführung "Feuervogel"© Foto: Diethelm Textoris
Bühnennebel unterstützte die Illusion von einer märchenhaften Welt.© Foto: Diethelm Textoris
Abschluss des Theaterfestivals mit der Aufführung "Feuervogel"© Foto: Diethelm Textoris
Mit den wiehernden und scharrenden "Pferden" kam auch der Humor nicht zu kurz.© Foto: Diethelm Textoris
Textautor und Spielleiter Felix Fischer mit Akteuren des Theater-Jugendclubs bei Publikumsgespräch.© Foto: Diethelm Textoris
Foto-Shooting nach der Vorstellung.© Foto: Diethelm Textoris
"Theatermutter" Christiane Hüdepohl (re) mit ihren Theaterkindern Laura Urbanczyk (li) und Franca Neumann.© Foto: Diethelm Textoris
Märchenhaft war auch die Maske: Franca Neumann als Königin des Waldes.© Foto: Diethelm Textoris
Ridiculous: Mit Kraft und Magie gegen das Böse.© Foto: Diethelm Textoris
Mit gepackten Koffern geht's zum Zaubercollege.© Foto: Diethelm Textoris
"Besen sind nicht zum Fegen da!"© Foto: Diethelm Textoris
Der Koffer ist gepackt. Auf zum Zaubercollege Heithof.© Foto: Diethelm Textoris
Spielleiter Peter Lüffe war bei "Ridiculous" selbst Mitspieler, mal als Guter, mal als Böser.© Foto: Diethelm Textoris
Harry Potter lässt grüßen: Einladung zum Zaubercollege Heithof.© Foto: Diethelm Textoris
Ridiculous: Mit Kraft und Magie gegen das Böse.© Foto: Diethelm Textoris
Pädagogin Krötendreck demonstriert den Flug mit dem Besen.© Foto: Diethelm Textoris
Ridiculous: Mit Kraft und Magie gegen das Böse.© Foto: Diethelm Textoris
Schüler der Realschule Altlünen stimmen eine Ode auf die Lippestadt an.© Foto: Diethelm Textoris
Gefühlvolle Balladen mit wunderschöner Stimme vorgetragen:Lena Burkhardt.© Foto: Diethelm Textoris
Jürgen Larys bedankt sich bei allen Beteiligten des Theaterfestivals.© Foto: Diethelm Textoris
Gefühlvolle Balladen mit wunderschöner Stimme vorgetragen von Mandy Huynh© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: "Vita et Mors"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Los geht die Reise mit dem Sofa als Zeitmaschine.
Tag 4: Benjamin Franklin der geniale Erfinder.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Debby, Liz und Louis erkunden den Blitze einfangenden Regenschirm ihres Großvaters.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge".© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Zuschauer bei den "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge".© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Vergnügliche Reise auf dem Sofa durch die Zeit.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Verkündigung in lateinischer Sprache.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: König Artus und die Ritter der Tafelrunde.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Die Steinzeitmenschen entdecken den aufrechten Gang und die Kommunikationsmöglichkeiten.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Szene aus "Flucht-Zeiten" der "Theaterzwerge"© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: In der Neuzeit gelandet: der Segen der Play-Station.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Das Ensemble "Theaterzwerge".© Foto: Diethelm Textoris
Tag 4: Das Versorgungsteam der Geschwister-Scholl-Gesamtschule am vierten Spieltag.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 3: "Kaspar Hauser Reloaded" vom Gymnasium Lünen-Altlünen.© Foto: Diethelm Textoris
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Junge Theater im Flöz K Werne brachte das Stück "Hysterikon" auf die Bühne.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 2: Das Werner Anne Frank Gymnasium hat das Tagebuch der Anne Frank inszeniert.
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Die Arnold Freymuth Schule Hamm präsentierte sich auf dem Festival "Junges Theater Lünen" mit einer Inszenierung des Klassikers "Romeo und Julia".© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Theater-Festival "Junges Theater Lünen" findet zum 9. Mal statt. Den Auftakt machte am Mittwoch das Stück "Grimmig" - eine Inszenierung des Gymnasiums Lünen-Altlünen.© Foto: Rudolph Lauer
Tag 1: Das Lüner Freiherr-vom-Stein-Gymnasium schrieb und inszenierte das Stück "Trust in Trustables".
Schlagworte Lünen

Hier gibt es die Kurz-Kritiken der gelaufenen Stücke zum Nachlesen:

"Grimmig" - Gymnasium Lünen-Altlünen, 1. Juni: Die Handlung des Stücks: In dem Märchenwald der Gebrüder Grimm herrscht eine strenge Ordnung - wer zu spät kommt, wird bestraft, wer Jakob und Wilhelm widerspricht wird bestraft, und überhaupt kann es keiner den beiden Brüdern recht machen. Die Märchenfiguren haben die Nase gestrichen voll. Dann wird auch noch das gutmütige Dornröschen ermordet, und keiner weiß mehr, wem er trauen kann…

Diese Geschichte geschrieben und für die Bühne respektabel auf 45 Minuten umgesetzt haben die beiden 13-jährigen Spielleiterinnen Marit Kallendrusch und Ruth Kirschbaum. Auch für die rund 250 Zuschauer war es eine interessante Vorstellung, bei der sie recht sorgsam zusammengestellte Kostüme und Requisiten zu sehen bekamen. Das Stück wurde immer wieder von lebhaftem Szenenapplaus unterbrochen. Am Ende gab's Blumen und viel Beifall für eine Gruppe, die ihren Theaterweg machen wird.

"Romeo & Julia" - Arnold Freymuth Schule Hamm, 1. Juni: Ein Klassiker der Theaterliteratur darf im Rahmen eines Festivals natürlich nicht fehlen. Der Kurs "Darstellen und Gestalten" Klasse 7 der Arnold Freymuth Schule in Hamm fand Gefallen an Shakespeares "Romeo & Julia" und präsentierte das Stück am Mittwochnachmittag auf der Bühne des Hilpert-Theaters. Es handelte sich dabei um eine auf 25 Minuten gekürzte Fassung der berühmtenTragödie, die von Dorothee Aumayr, Teresa Russell, Ilona Groß und Sarah Schmidt bearbeitet worden ist. Zahlreiche Bühnenelemente wie Masken, Tanz und Gesang wurden dabei berücksichtigt. Das eindrucksvolle Bühnenbild sowie die  trefflichen Kostüme trugen mit dazu bei, dass die rund 120 Zuschauer, die überwiegend aus Hamm angereist waren, den 14 jungen Akteuren frenetischen Beifall zollten.

"Trust in Trustables" - Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Lünen, 1. Juni: Im Mittelpunkt der Geschichte steht die heranwachsende Tara (Monique Bittner), die den schrecklichen Verlust ihrer besten Freundin Fee (Lena von der Krone) nicht unbeschadet übersteht. Immer mehr zieht sie sich zurück, ist gegenüber anderen abweisend und geht keine Bekanntschaften mehr ein. Das Vertrauen in die Mitmenschen ist erheblich gesunken. Zweifel entführen sie in irreale Welten, in denen sie mit ihrer toten Freundin spricht. Die Realität erscheint immer komplizierter und undurchdringlicher. 

Die Umsetzung dieses heiklen Themas in ein eher düsteres Spiel auf mehreren Ebenen und Rückblenden sowie buchstäblich zwischen Himmel und Hölle ist der Theater-AG in einer großartigen Weise gelungen. Sowohl der kühne Plot als auch die szenische Einrichtung, bei der Julia Hormann die drei Autorinnen unterstützte, kann nur als hervorragend bezeichnet werden. Darüber hinaus ist es bemerkenswert, dass die ambitionierte Regiegruppe immerhin 55 Mitwirkende äußerst diszipliniert und textsicher auf der großen Bühne agieren ließ. Hervorzuheben sind auch die einfallsreichen Kostüme und die selbst angefertigten Ausstattungsrequisiten, die keine Kulissenwände erforderlich machten, sowie die Lieder der Solistin Lena Burkhardt. Am Ende waren es stehende Ovationen des aufmerksamen Publikums, mit denen es dem Ensemble für diesen exzeptionellen und sogar vorbildlichen Theaterabend dankte. 

"Das Tagebuch der Anne Frank" - Anne-Frank-Gymnasium Werne, 2. Juni: Pünktlich zum Jubiläum des Anne Frank Gymnasiums Werne wagt sich die Theater AG an das Theaterstück über die Geschichte von Anne Frank. Bewundernswert gelingt es Regisseurin Julia Klunkert ihre Akteure ständig auf engstem Raum in Bewegung zu halten. 

Obwohl sich die Handlungen wie Essen, Schlafen, Lesen stets wiederholen, kommt keine Langeweile auf. So gibt es Freude über Geschenke an Geburtstagen oder frische Nahrungsmittel, oder mit Spannung verfolgte Nachrichten des BBC-Hörfunks. Doch über allem schwebt die stetige Angst vor Entdeckung, was belastend ist und zu beträchtlichen Konflikten führt. Die wahren Charaktere brechen auf. Das ist zweifellos für die Akteure auf der Bühne eine immense Herausforderung, die sie jedoch allesamt prächtig meistern. Zu Recht gab es für diese Ensembleleistung donnernden Applaus des Publikums.

Das Stück steht und fällt mit der Hauptrolle. Mit Michelle Kozdon ist ein Talent auf der Bühne, das diesen schwierigen Part mit ihrem anmutigen Spiel vollständig ausfüllt. Kess und unbekümmert erträgt sie die Zeit des Versteckens, macht anderen Hoffnung, lebt in der Überzeugung, dass bald alles besser wird und sich ihre Lebensträume erfüllen werden. 

"Hysterikon" - Flöz K Werne, 2. Juni: Das junge Theater im Flöz K beschäftigt sich mit der Gesellschaftssatire von Ingrid Lausund. In einem Supermarkt treffen verschiedenste Menschen aufeinander, alle enttäuscht von sich und vom Leben, alle ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) verrückt. Begleitet vom Kassierer, der hier in der Rolle eines Conferenciers fungiert und durch den Abend führt, streifen sie durch die Gänge, durch ihr Leben, treffen aufeinander und verschwinden dann wieder. Das Publikum begibt sich von den tiefsten Abgründen des menschlichen Seins bis hin zu fast liebevollen Momenten. Szenen, in denen sich die Zuschauer manchmal sogar selber wiederfinden können in diesem Schmelztiegel menschlicher Charaktere.

Die zehn Akteure, für die stellvertretend Jonas Winkelmann als raffiniert mit dem Publikum plaudernder Kassierer genannt werden soll, haben ihre Rollen mit Bravour bewältigt. Die bisweilen recht philosophisch klingenden Dialoge wurden sehr textsicher parliert. Und die nicht selten vorkommenden Monologe in diversen Einzelszenen waren offenbar das Elixier, um weiterhin die Lust am Theaterspiel zu bewahren. Zu Recht gab es dafür lang anhaltender Applaus eines aufmerksam mitgehenden Publikums.

"Kaspar Hauser Reloaded" - Gymnasium Lünen - Altlünen, 6. Juni: „Ich weiß gar nicht, ob das Publikum wirklich so nett ist. Schließlich sind die meisten Zuschauer doch unsere Mitschüler“, meint Ines Meyer eher scherzhaft. Wie die anderen Darsteller des Literaturkurses des Gymnasiums Altlünen spürt sie fünf Minuten vor der Aufführung des Stücks „Kaspar Hauser reloaded“ am Montagabend das Lampenfieber. 

Es ist schon etwas Besonderes, beim „Festival Junges Theater Lünen“ zum ersten Mal auf einer großen Bühne zu stehen und über 200 Zuschauer im Saal zu wissen. Da kommen aufmunternde und beruhigende Worte von Spielleiter Reiner Hohl gerade recht. 

Herausgekommen ist eine insgesamt reife Ensembleleistung, bei der einzelne Akteure besonders glänzten. Das war Lukas Jankort als Sammy, der gleich mehrere Facetten ohne Überzeichnung ausdrucksstark meisterte: das von sich eingenommene Ekelpaket, den unfähigen Schauspieler und zum Schluss den alkoholisierten, heruntergekommenen Typen. Das war Gerrit Meermann, hervorragend als Bühnenfigur Kaspar Hauser und als bescheidenen, den Ausgleich suchenden Said.

Das waren Laura Urbanczyk als von Emotionen hin- und hergerissene Eva und Gina Wünsch als ihre hinterhältige Gegenspielerin Nancy. Und da war noch Carola Mariß am Piano, die einzelne Sequenzen musikalisch verband oder Szenen gefühlvoll mit eigenen Improvisationen untermalte. Wobei sie im Dunkeln die richtigen Töne finden musste.

"Flucht-Zeiten - Ein Abenteuer durch die Zeit" - Gymnasium Lünen-Altlünen, 7. Juni: Im London des 18. Jahrhunderts stoßen die neugierigen Enkel von Benjamin Franklin auf einen mysteriösen Regenschirm. Er soll Blitze ableiten. Als die drei ihn ausprobieren, geht das Experiment schief. Die Haushälterin wird verletzt und ruft den fiesen Reverend Salem herbei. Wo sollen sich die Kinder nur verstecken? Benjamin Franklin hat eine verrückte Idee und schickt Debby, Liz und Louis mit seinem Zeitreisesofa in die Vergangenheit und Zukunft. Er ahnt nicht, dass der Reverend ihnen folgt. 

Diese mit Musik unterlegte und mit viel Bühnennebel begleitete Reise auf dem Sofa muss man gesehen haben. Denn allein die Bewegungen der Darsteller (Katharina, Greta und Felicia) vermitteln die Illusion, das Sofa flöge durch die Lüfte. Man glaubt, sie würden durchgeschüttelt und schwebten zwischen Trance und Bewegungstaumel.

Lampenfieber? Bei den über 30 jungen Leuten kaum erkennbar. Da geht es der Spielleiterin Sonja Alsleben, die mit Unterstützung ihrer Kollegen Nina Thöing und Reiner Hohl die Gruppe in den wochenlangen Proben betreut hat, schon anders: „Ich bin total nervös“, gesteht sie.

Im Gespräch mit dem Publikum verrieten die Akteure, wie sie anfängliche Ideen immer weiter entwickelten, wie neue dazukamen und so das komplette Stück entstand. So sei es auch mit der Aufführung gewesen: anfangs etwas Angst, dann sei alles wie von selbst gelaufen und habe unheimlich Spaß gemacht. Aber das hatte das Publikum längst während des erfrischenden, äußerst unterhaltsamen Theaternachmittags gemerkt.

"Vita et Mors (Das Leben und der Tod)"  - Freies Theater Team Lünen, 7. Juni: „Du bist der beste Kommissar, den diese Stadt je gesehen hat“ Doch ist er das wirklich? Seit Jahren sucht Daniel einen Mörder, den Mörder, der seit Jahren in der Stadt sein Unwesen treibt. Es hat schon viele Opfer gegeben, wie seine geliebte Frau Maria.

Autorin und Spielleiterin Marie Hirschberg hat in der Tradition der schwarzen Krimis ein Stück verfasst, das die Zuschauer in die düsteren Seiten der menschlichen Psyche und die dunklen Ecken der Gesellschaft blicken ließ. Gerrit Meermann verkörperte überzeugend den ständigen Frustrationen und eigenen Gefühlsschwankungen ausgesetzten Kommissar. Dem Vorgesetzte und Kollegen genauso zusetzen wie die eigenen Alpträume. Einen fast noch schwierigeren Part bewältigt Leon Hoppe. Er ist Daniels schizophrener Gegenspieler. In Jekyll-und-Hyde-Tradition muss er ständig zwischen Jack und Travis wechseln und dabei jeweils Stimmlage, Ausdruckweise und Körperhaltung ändern. 

Das Publikum erlebte handgreifliche Auseinandersetzungen, Messermorde und Erdrosselungen, Traumszenen, Friedhofsatmosphäre und einen Bordellbesuch mit einem ebenso mutigen wie gewagten freizügigen Hurentanz. Und zwischendurch unter die Haut gehende Gesangseinlagen von Mandy Huynh, Liane Holtkamp und Rhea Lühring. „Ich wusste nicht, was mich erwartet. Jetzt bin ich von dem, was geboten wurde, restlos begeistert“, resümierte Zuschauer Andres Hoppe aus Lünen, „das war eine tolle Leistung und die musikalische Einlagen waren Gänsehaut pur.“

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Eindrücke vom Festival "Junges Theater Lünen" 2015

Zum achten Mal wird das Festival Junges Theater im Heinz-Hilpert-Theater Lünen präsentiert. Hier finden Sie Bilder von den Aufführungen.
01.06.2015
/
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Die berühmte Balkonszene gab es schon bei Shakespeare: Romina (Celine Menke, rechts) und Julia (Michelle Kozdon).© Foto: Diethelm Textoris
Dr. Matthias Laarmann, Jürgen Larys und Bernd Kühler eröffneten am Montagabend das achte "Festival Junges Theater Lünen".© Foto: Diethelm Textoris
Matthias Domberg, Christiane Hüdepohl und Katja Ahlers (von links) organisierten das Festival, begleiteten es pädagogisch und moderieren die Publikumsgespräche.© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Die Aufführung "Romina und Julia" wurde am ersten Festivaltag 2015 gezeigt.© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Julia (Michelle Kozdon, Mitte) schwärmt von ihrer großen Liebe Romina.© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Die Aufführung des Anne-Frank-Gymnasiums Werne wurde am ersten Festivaltag 2015 gezeigt.© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Die uneinsichtige Schulleiterin Gwendolin Rottweiler (Marij Neumann, links) mit ihren Schülerinnen.© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Romina (Celine Menke, links) und Julia (Michelle Kozdon).© Foto: Diethelm Textoris
"Romina und Julia" - Anne-Frank-Gymnasium Werne: Die Aufführung des Anne-Frank-Gymnasiums Werne wurde am ersten Festivaltag 2015 gezeigt.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Menschenfeind" - Junges Theater im Flöz K in Werne: Alceste (Jonas Winkelmann) ist enttäuscht von Celine (Ronja Rotthaler), die mit vielen Männern kokettiert und auch ihn verspottet.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Menschenfeind" - Junges Theater im Flöz K in Werne: Das Ensemble präsentierte den Klassiker "Der Menschenfeind" in neuem Gewand.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Menschenfeind" - Junges Theater im Flöz K in Werne: Alceste (Jonas Winkelmann, links) will nie lügen, Freund Philinte (Tamer Tahan) rät zur Anpassung.© Foto: Diethelm Textoris
"Whisper" - Marga-Spiegel-Schule Werne: In die Welt der Geister entführten die Akteure der Jahrgangsstufe 7 aus Werne die Zuschauer.© Foto: Diethelm Textoris
"Whisper" - Marga-Spiegel-Schule Werne: In die Welt der Geister entführten die Akteure der Jahrgangsstufe 7 aus Werne die Zuschauer.© Foto: Diethelm Textoris
"Whisper" - Marga-Spiegel-Schule Werne: In die Welt der Geister entführten die Akteure der Jahrgangsstufe 7 aus Werne die Zuschauer.© Foto: Diethelm Textoris
"Whisper" - Marga-Spiegel-Schule Werne: In die Welt der Geister entführten die Akteure der Jahrgangsstufe 7 aus Werne die Zuschauer.© Foto: Diethelm Textoris
"Whisper" - Marga-Spiegel-Schule Werne: In die Welt der Geister entführten die Akteure der Jahrgangsstufe 7 aus Werne die Zuschauer.© Foto: Diethelm Textoris
"Eine Heldenreise" - Die "Szenenzeiger" der Schule im Heithoff, Hamm: Für das Stück existierten kein festgeschriebenes Drehbuch und keine vorher klar definierten Rollen. Spielleiter Peter Lüffe mit seinen Assistentinnen Verena Senn und Julia Haase ließ seinen Akteuren Freiraum für Improvisationen und eigene Kreativität.© Foto: Diethelm Textoris
"Mops-Malheur" - Marga-Spiegel-Schule Werne: Ein Stück mit vielen Missverständnissen um einen Familienvater, der auf den Hund seines Chefs aufpassen soll.© Foto: Diethelm Textoris
"Mops-Malheur" - Marga-Spiegel-Schule Werne: Ein Stück mit vielen Missverständnissen um einen Familienvater, der auf den Hund seines Chefs aufpassen soll.© Foto: Diethelm Textoris
"Mops-Malheur" - Marga-Spiegel-Schule Werne: Ein Stück mit vielen Missverständnissen um einen Familienvater, der auf den Hund seines Chefs aufpassen soll.© Foto: Diethelm Textoris
"Mops-Malheur" - Marga-Spiegel-Schule Werne: Ein Stück mit vielen Missverständnissen um einen Familienvater, der auf den Hund seines Chefs aufpassen soll.© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Mandy Huynh stimmte das gefühlvolle Schlusslied an: "Kleine Taschenlampe brenn', schreib ich lieb dich in den Himmel."© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Mandy Huynh stimmte das gefühlvolle Schlusslied an: "Kleine Taschenlampe brenn', schreib ich lieb dich in den Himmel."© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Es lockt die Verführung in der Person von Ryaner (Rhea Lühring).© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Die Göttinnen Loki (Mandy Huynh, v.li.), Luna (Jule Weiß) und Aphrodite (Nina Weinberg) kommentieren das Verhalten der Menschen.© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Das Herzeleid ist ihr ins Gesicht geschrieben - Marie Hirschberg als Rebecca.© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Zicken unter sich: Antonia und Louissa Gutzmann.© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Noch steht nicht nur der Korb zwischen Tobias (Nico Wellers) und Rebecca (Marie Hirschberg).© Foto: Diethelm Textoris
"Ich erzähl euch eine Geschichte" - Freies Theaterteam Lünen: Was sich vor dem von Anja Klukas erstellten farbenprächtigen Bühnenbild im Hansesaal abspielte, war Herzblut gepaart mit Perfektionismus.© Foto: Diethelm Textoris
Freundinnen unter sich: Emily (Fabienne Stobbe) gibt Rebecca (Marie Hirschberg) gute Ratschläge.© Foto: Diethelm Textoris
Theaterpädagoge Matthias Damberg moderierte das Publikumsgespräch nach der Aufführung des Stücks "Ich erzähl euch eine Geschichte".© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Aus Szenen, die in ihrem Deutschbuch abgedruckt waren, haben die Schüler ein einfallsreiches und farbenprächtiges Stück entwickelt - mit vielen Charakteren aus dem Zauberwald.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Immer wieder mussten im Hansesaal Stühle dazu gestellt werden, und trotzdem fanden viele der jungen Zuschauer nur noch einen Platz auf dem Boden.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Immer wieder mussten im Hansesaal Stühle dazu gestellt werden, und trotzdem fanden viele der jungen Zuschauer nur noch einen Platz auf dem Boden.© Foto: Diethelm Textoris
"Petronella" - Theaterzwerge des Gymnasiums Altlünen: Immer wieder mussten im Hansesaal Stühle dazu gestellt werden, und trotzdem fanden viele der jungen Zuschauer nur noch einen Platz auf dem Boden.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Geizige" - Christophorus Gymnasium Werne: Auch die Dienerschaft leidet unter Harpagnons Misstrauen.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Geizige" - Christophorus Gymnasium Werne: Ein Vater-und-Sohn-Gespräch à la Harpagnon.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Geizige" - Christophorus Gymnasium Werne: Der geizige Harpagnon (Jonas Rieping) sucht bei der Ehevermittlerin Frosine eine junge Frau mit hoher Mitgift.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Geizige" - Christophorus Gymnasium Werne: Dass Geldgier nicht nur ein Phänomen von heute ist, zeigte diese Aufführung.© Foto: Diethelm Textoris
"Der Geizige" - Christophorus Gymnasium Werne: Clèante (Philipp Geiping) und Elise (Katharina Buschmann) leiden unterdem Geiz des Vaters.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: Nur noch die kleine Finja (Marlene Heide, l.) glaubt wie Lilith (Vanessa Igbokwe) nicht an den Tode ihres Bruders.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: Nur ihre Schwester Esme (Monique Bittner, r.) hält noch zu Lilith (Vanessa Igbokwe).© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: Coach Gabriel (Nico Wellers) mit seinen angestellten Engeln.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: die kleinen Engel im Stück.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
"Wolken sind leicht" - Theater AG vom Freiherr vom Stein Gymnasium: ein Stück von Vanessa und Saskia Blieke.© Foto: Diethelm Textoris
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Die Clique beginnt zu bröckeln,© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Valeria (Pia Tillmann,M.) erkennt ihre Oberflächlichkeit.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Valeria (Pia Tillmann, M.) bekommt von ihren Freundinnen den Spiegel vorgehalten.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Minou (Teresa Kleine-Frauns) im Bann der Traumfresser.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Valeria (Pia Tillmann, M.) im Bann der Traumfresser.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Die Traumkönigin (Tamara Schlaak, li.) schickt ihre Gehilfin (Ilka Gräwe, re.) zu einer heiklen Mission.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Da wird doch lieber zu Discomusik die Bühne gerockt.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Die Clique - Lieber Handy statt Hausaufgaben!© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Minous Clique ist stark.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Minou (Teresa Kleine-Frauns, li.), Valeria (Pia Tillmann, mi.) und Clea (Franziska Günther, re.) sind unterschiedlich, doch haben sie etwas gemeinsam.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Minou (Teresa Kleine-Frauns, li.) wird in der Klasse gemobbt.© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Das Finale: Echte Freundschaft kann man nicht besiegen!© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Die Traumkönigin hat gesiegt!© Foto: Rudolph Lauer
Musikschule Lünen: "Save the Dream" - Musical des Jugendchors "Choirful": Blumen für die großartige musikalische Leitung: Monika Bergmann© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Das Telefonieren - absoluter täglicher Stressfaktor!© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Im Flugzeug - wie ist das Wetter zu Hause?© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Die sieben Zwerge drehen durch - eine Fremde im Bett!© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Dank seines Pfefferminz-Atems hat der Prinz seine Braut auferweckt!© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Die neun jungen Mimen unter der Leitung von Susanne Wilhelmina und Kerstin Cybaier zeigten eine enorme Leistung.© Foto: Rudolph Lauer
"Pfefferminz mit Prinz" - Dortmunder Improgruppe "Spinnwerk": Zum Schluss Blumen für die Akteure und die Regisseurinnen.© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: W erkennt die Brutalität, mit der Menschen Menschen behandeln.© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: Die Schulkonferenz verweist W von der Schule.© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: Die beiden Polizisten (li.) ermitteln auch im Freundeskreis.© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: Alex, Liliths Mann (Jacob von Germersheim, li.) sucht das Gespräch mit W (Joel Rünger).© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: In der Szene ist Dauerparty angesagt.© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: In der Sprayerszene trifft W (Joel Rünger) auf Lilith (Stefanie Rauch).© Foto: Rudolph Lauer
"Oh W!" - Literaturkurs Gymnasium Altlünen: Einblendung der Romanfiguren: Lotte (Katia Schwichtenberg) und Werther (Lukas Strecker) im vertrauten Tanz.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Der Stein des Anstoßes - der nächtliche Tanz der jungen Frauen.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Proctors Frau wird als Hexe beschuldigt - er will ihre Umschuld beweisen.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Die verdächtigen Frauen beschuldigen sich nun gegenseitig.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Die Farmer sind empört über die Denunziationen.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Die Schwarze Tibuta steht im Verdacht, den Frauen Blut zum Trinken verabreicht zu haben.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Farmer Proctor und Abigail, seine frühere Liebschaft, streiten sich um die in den Tiefschlaf gefallene Betty.© Foto: Rudolph Lauer
"Hexenjagd" - Literaturkurs Städtisches Gymnasium Bergkamen: Schlussapplaus für eine außerordentlich gute Spielleistung.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Emma (Mandy Huynh) weiß nicht mehr, wie das Leben weiter gehen soll.© Foto: Rudolph Lauer
Einige Akteure zeigten "lebendige Dias" - hier die Entdeckung des Garderobenspiegels.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Das Leben geht weiter - Lucas neue Freunde besuchen Laura, deren Wunsch in Erfüllung geht.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen:
Da wollen sie am Lüner Talentwettbewerb teilnehmen und fragen sich resigniert, ob sie überhaupt ein Talent haben.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Die beiden Krankenschwestern (Sonja Damer und Sophie Romann) sind überfordert.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Lang anhaltender Schlussapplaus für eine beachtliche Produktion der jungen Mimen.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Der Arzt (Leon Hoppe) übt sich in Sarkasmus: "Im Gegensatz zu Laura hab ich keine Gefühle mehr, kann aber noch alles bewegen."© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Die "Schwarze Witwe" (Linn Bennhardt, li.) erscheint Laura als Todesahnung.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Die Geheimagenten belauschen ein verliebtes Pärchen.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Laura (Franca Neumann) möchte, dass Freundin Luca (Marie Hirschberg) Geschichten für sie sammelt.© Foto: Rudolph Lauer
"Weiter gehen - Theater-Jugendclub Lünen: Dem Geheimagenten-Nachwuchs (Nico Schindler und Lasse Terbeck) steht eine große Zukunft bevor.© Foto: Rudolph Lauer
Viel zu tun gab es für die Jugendlichen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die dankenswerterweise das Catering übernommen hatten - hier beim Festival-Ausklang.© Foto: Rudolph Lauer
Hochzufrieden zeigten sich die Organisatoren (v.l.): Dr. Matthias Laarmann, Jürgen Larys, Christiane Hüdepohl, Matthias Damberg und Katja Ahlers.© Foto: Rudolph Lauer
Die Vertreter der teilnehmenden Gruppen mit ihren Urkunden zum Gruppenfoto vereint.© Foto: Rudolph Lauer
Mit einem Song aus ihrem Stück "Petronella" heizten die Altlüner "Theaterzwerge" dem Publikum zum Abschluss richtig ein.© Foto: Rudolph Lauer
Schlagworte Lünen

 

"Ridiculous! Mit Kraft und Magie gegen das Böse!" - Schule im Heithof Hamm, 8. Juni: Wer kennt sie nicht, die heimlichen Ängste, die plötzlich gefühlten Bedrohungen, die sich anschleichenden Monster der Dunkelheit, welche vielleicht nicht jeder sofort sieht. Doch sie können sich unangenehm bemerkbar machen, näher kommen und fürchterliche Gefühle auslösen. Somit ist es höchste Zeit, sich dagegen zu wappnen und Kraft zu gewinnen. Wenn es sein muss, auch mit Tricks. Und natürlich mit Magie. 

„Wir  haben für unser  Stück zwar gewisse Strukturvorstellungen, wir improvisieren aber frei, denn einen festen Text gibt es nicht“, erklärte Spielleiter Peter Lüffe, der die Aufführung zusammen mit seiner kürzlich verstorbenen Kollegin Thea Wallmann-Marx vorbereitet hat. „Doch Ihre Gedanken und ihr Geist sind mit eingeflossen.“ 

Die Gruppe zeigte, wie man mit einfachen Mitteln Theater macht und dabei dem Publikum bewegende Botschaften vermittelt. Da sind die heimlichen Ängste, die tatsächlichen oder gefühlten Bedrohungen und die fürchterlichen Gefühle, die jeden von uns befallen können. Das Packen des Koffers und die Abreise in einem imaginären Zug, der eigentlich nur aus einem Zugführer und den Reisenden bestand, symbolisierten das Abwerfen von Ballast und das Lösen von Bindungen.

Theatervereinsvorsitzender Jürgen Larys war nicht der einzige, der von der Aufführung und dem bewegenden Schlusswort einer Darstellerin tief bewegt war: „Es gibt Menschen, die psychische Probleme haben. Es gibt Menschen, die an sich arbeiten. Ihnen muss man eine Chance geben, egal wie lange der Prozess dauert.“ Die Leistung der jungen Leute der Schule an der Kinder- und jugendpsychiatrische Tagesklinik Hamm bei dieser eindrucksvollen Aufführung verdeutlichte den Zuschauern auch, welchen hohen Stellenwert das Theaterspiel als therapeutisches Mittel haben kann.

 

"Feuervogel" - Jugendclub Lünen, 8. Juni: Vor langer Zeit in einer uns heute fremden Welt: Die mysteriöse Diebin Feuervogel stiehlt Gold, Schmuck und Waffen aus der Burg, in der Iwan mit seiner Mutter und seinen Brüdern lebt. Seine Mutter gibt ihm den Auftrag, die Diebin einzufangen. Aber nicht nur Iwan möchte Feuervogel finden. Auch Andere wollen von ihren Fähigkeiten profitieren. Eine fantastische Geschichte, in der sich die Darsteller mit den Themen Freiheit und Besitz auseinandersetzen müssen; in der sich die Figuren fragen, wie sie sich selbst und ihr Leben verändern können. 

Mit wenigen Mitteln wurden Illusionen erzeugt, wurden die Zuschauer in ein königliches Schloss, in einen Wald oder ein Nachtlager im Freien geführt. Wurden Träume verdeutlicht. Dazu brauchte man keine Spezialeffekte. Da genügten ein paar Holzklötze, eine Kiste, ein paar Tücher, Bühnennebel und das Spiel mit Licht und Schatten. Da füllte jeder der Darsteller seine Rolle als Märchengestalt voll aus.

Da war Julius Gödde der aufrichtige und treue Iwan, Sophia Lange die unbeirrbar auf seine Zuverlässigkeit bauende Gestalt „Wolf“, Jule Weiß die nicht immer ganz böse Hexe und Franca Neumann die grüne Königin des Waldvolkes. Nicht zu vergessen Laura Urbanczyk, die als Feuervogel den Wandel von einer egoistischen Diebin zu einem sozialintegrativen Wesen überzeugend verkörperte.  Auch eine Prise Humor fehlte nicht, z.B. als Nico Schindler und Sam Zielonka die in Pferde verwandelten Brüder wiehernd und Hufe scharrend darstellten. Passend zum märchenhaften Ambiente waren auch die Kostüme und die von Sara Klukas meisterhaft geschminkten Gesichter, passend war die untermalende „Traummusik“, bei der Mike Schneider gefühlvoll den Regler bediente.         

Das Publikum war von der Uraufführung dieses Stücks gefangen, bezaubert und begeistert. Das zeigte sich vor allem im Empfang der Darsteller in ihren Kostümen nach der Aufführung im Foyer. Der glich fast einer „After-Show-Party“. Nicht mit Sekt oder anderen alkoholischen Getränken. Aber mit lauten Beifallskundgebungen, Gratulationen, Umarmungen und jeder Menge Fotoschnappschüssen als Erinnerung.

 

 

 

 

Lesen Sie jetzt