So war der Tag der offenen Tür im Marien-Hospital

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Zu einem Blick hinter die Kulissen des Klinikalltags das Team des St.-Marien-Hospitals am Samstag eingeladen. Die verschiedenen Fachabteilungen stellten sich vor und gewährten Einlass in Bereiche des Krankenhauses, die die Öffentlichkeit sonst nicht zu sehen kriegt. An Kürbis, Teddy und "Herrn Müller" durften die Besucher auch selbst die Geräte ausprobieren.

Lünen

von Johanna Mack

, 11.10.2015, 13:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
So war der Tag der offenen Tür im Marien-Hospital

Besucherin Rebecca Stähler führt eine minimalinvasive OP an einem Kürbis durch.

Die nuklearmedizinische Abteilung ist so ein Bereich, den Besucher sonst nicht zu sehen bekommen. Selbst Besuch können die Patienten dort zu Beginn der Behandlung nicht empfangen, Grund ist die Strahlung. Die Mitarbeiter tragen spezielle Plaketten, die ihre Strahlenbelastung überprüfen. Trotzdem betonte Chefarzt Dr. Bernd Nagel, dass es sich bei der Station nicht um einen „Bunker“ handelt, in dem man eingesperrt wäre.

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Der Tag der offenen Tür im Marien-Hospital

Zu einem Blick hinter die Kulissen des Klinikalltags hat das Team des St.-Marien-Hospitals am Samstag eingeladen. Die verschiedenen Fachabteilungen stellten sich vor und gewährten Einlass in Bereiche des Krankenhauses, die die Öffentlichkeit sonst nicht zu sehen kriegt. - etwa die nuklearmedizinische Abteilung.
11.10.2015
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"Herr Müller" musste einige Simulationen über sich ergehen lassen.© Foto: Johanna Mack
Das dicke Fell erschwert die Arbeit: spontane Not-OP eines Teddys© Foto: Johanna Mack
Auch Teddys müssen manchmal zum Arzt.© Foto: Johanna Mack
Assistenz-Ärztin Kathrin Bauer leitet bei "Herrn Müller" die Narkose ein.© Foto: Johanna Mack
Erst seit kurzem hat das St. Marien-Hospital eine neue Babypuppe, an der die Erstversorgung von Neugeborenen geübt werden kann.© Foto: Johanna Mack
Besucherin Rebecca Stähler führt eine minimalinvasive OP an einem Kürbis durch.© Foto: Johanna Mack
Hier war die Behandlung wohl nicht erfolgreich....© Foto: Johanna Mack
Die Abklinganlage in der Radiologie: hier werden radioaktive Abwässer gelagert.© Foto: Johanna Mack
Historische Operationsgeräte© Foto: Johanna Mack
Blick in den Krankenwagen© Foto: Johanna Mack
Hier konnten die Besucher sich mit Wunderkerzen portraitieren lassen.© Foto: Johanna Mack
Ganz tapfer sein - zum Glück ist der Arm nicht wirklich gebrochen.© Foto: Johanna Mack
Neurochirurg Rainer Harre am offenen Kürbis© Foto: Johanna Mack
Kein Bunker: Physiker Rainer Wember, Schwester Hildegard Nitsch, Schwester Johanna Schlierkamp und Chefarzt Bernd Nagel zeigen den Aufenthaltsraum in der Nukleartherapie.© Foto: Johanna Mack
Chefarzt Bernd Nagel erklärt das CT-Gerät.© Foto: Johanna Mack
Der mobile PET/CT erinnert an ein Raumschiff© Foto: Johanna Mack
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Gemeinsam mit dem Physiker Reiner Wember erlaubte Nagel sogar einen Blick in die Abklinganlage: Hier werden die Abwässer der Station in großen Tanks vier Monate lang gelagert, bis ihre Radioaktivität soweit gesunken ist, dass sie zu den normalen Abwässern abgeleitet werden können. Da so eine Anlage sehr teuer ist, hat Lünen das einzige Krankenhaus im Kreis Unna, das solch eine Nukleartherapie anbieten kann. Besonders Schilddrüsenerkrankungen wie zum Beispiel Karzinome werden hier behandelt. 

Rebecca Stähler ist eine von vielen Besuchern, die das Krankenhaus an diesem Tag besichtigen. „Es ist interessant, mal so einen Einblick zu bekommen und es nimmt auch ein bisschen Angst, die Abläufe mal selbst zu sehen. Es steckt ja so viel Technik dahinter, die man sonst gar nicht versteht.“ In der Chirurgie kann sie diese Technik dann auch direkt ausprobieren und nimmt eine Schlüsselloch-OP an einem Kürbis vor.

Teddy auf dem OP-Tisch

Beruhigend findet sie aber, dass die Technik sich inzwischen weiterentwickelt hat und nicht mehr die brutal aussehenden OP-Geräte von 1904 genutzt werden, die auf einem Tisch in der Chirurgie ausgestellt sind. 

Ein Zimmer weiter, in der Anästhesie, konnten die Besucher live die Simulation einer Narkose miterleben. Gezeigt wurde das alle an der Puppe „Herr Müller“, die sogar blinzeln, husten und sprechen kann. Kinder durften auch ihre Kuscheltiere zur OP mitbringen – oder ihre Verwandten schocken, indem sie sich selbst einen Gips anlegen ließen.

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