So war die fünfte Lüner Nacht der Ausbildung

Einblick in die Arbeitswelt

Ein Abend, um hinter die Kulissen der Arbeitswelt zu schauen: Bei der fünften Lüner Nacht der Ausbildung öffneten am Freitagabend Unternehmen der Stadt ihre Pforten. Schüler ab der achten Klasse konnten unter anderem Schweißern über die Schulter schauen und Einblicke in knapp 30 Ausbildungsberufe bekommen. Wir waren mit der Kamera dabei.

LÜNEN

, 25.09.2016, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
So war die fünfte Lüner Nacht der Ausbildung

Einmal den coolen Schutzanzug für die Arbeit am Schmelzofen anziehen, das hatten sich diese vier Besucher bei Aurubis ausgesucht.

Schweißern bei der Arbeit über die Schulter schauen, die Verarbeitung von Kupfer im Schmelzkessel beobachten oder Bewerbungsmappen von Personalern prüfen lassen – das alles war am Freitag bei der Nacht der Ausbildung zwischen 18 bis 23 Uhr möglich. 

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So war die Lüner Nacht der Ausbildung 2016

Ein Abend, um hinter die Kulissen der Arbeitswelt zu schauen: Bei der fünften Lüner Nacht der Ausbildung öffneten am Freitagabend Unternehmen der Stadt ihre Pforten. Schüler ab der achten Klasse sammelten Einblicke in knapp 30 Ausbildungsberufe. Besucher wie auch Betriebe ziehen ein positives Fazit.
23.09.2016
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NRW Arbeitsminister Rainer Schmeltzer lässt sich von Aurubis Chefin Astrid Herbers den Versuchsaufbau erklären den die beiden Auszubildenden präsentieren.© Foto: Günther Goldstein
Lukas Hartweg bekommt Anweisungen wie er den Radlader beim Landschaftsbau Baasner zu bedienen hat.© Foto: Günther Goldstein
Marcel Iske und seine Schwester Miriam werden von Azubi Meik Luzin in der Aurubis-Halle betreut.© Foto: Günther Goldstein
Die Eröffnung der Lüner Nacht der Ausbildung fand bei Aurubis mit NRW Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (Mitte), dem Lüner SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Thews (3.v.r.) und der Werlsleitung von Aurubis statt.© Foto: Günther Goldstein
Aurubis-Azubi Marco Laser erläutert dem Minister seinen Versuchsaufbau.© Foto: Günther Goldstein
Einmal den coolen Schutzanzug für die Arbeit am Schmelzofen anziehen, das hatten sich diese vier Besucher bei Aurubis ausgesucht.© Foto: Günther Goldstein
Echte Betriebsatmosphäre strahlte diese rauchende Kupferpfanne in der Aurubishalle aus.© Foto: Günther Goldstein
Nichts von der Ladung verschütten heißt es hier bei dieser Übung mit dem Radlader von Baasner.© Foto: Günther Goldstein
Mit dem Shuttlebus wurden die Besucher zu den verschiedenen Teilnehmern gefahren, hier kommen sie gerade bei Remondis an.© Foto: Günther Goldstein
Hoch hinaus ging es bei Remondis auf diesem Gerüstturm, da durfte man keine Höhenangst haben.© Foto: Günther Goldstein
Mit ihren modernen Einsatzfahrzeugen präsentierten sich die Entsorgungsbetriebe.© Foto: Günther Goldstein
René Lunemann durfte sich einmal ans Lenkrad eines Topladers setzen, Ralf Ostwald erklärte dem Schüler wie er funktioniert.© Foto: Günther Goldstein
Der Laborbetrieb bei UCL ist für die jungen Besucher natürlich ein besonderer Magnet.© Foto: Günther Goldstein
Hier konnte man unter Laborbedingungen Schokoküsse zum platzen bringen.© Foto: Günther Goldstein
Das man mit Chemie auch verrückte Dinge machen kann wurde hier demonstriert: Kunststoffhände nach eigener Fantasie.© Foto: Günther Goldstein
Reges Interesse fand auch die Feuerwehr von Remondis, die mit ihrem Spezielfahrzeug präsent war.© Foto: Günther Goldstein
Remondis hatte das Areal für die Nacht der Ausbildung in farbiges Licht getaucht.© Foto: Günther Goldstein
In der Lehrwerkstatt der STEAG lässt sich Sonja Dames (m.) von Azubi Maik Rother eine Wechselschaltung erklären.© Foto: Günther Goldstein
Bei der STEAG waren auch die weiblichen Auszubildenden mit von der Partie.© Foto: Günther Goldstein
Das aktive Mitmachen kam bei den Besuchern überall sehr gut an.© Foto: Günther Goldstein
Hinter der Schutzwand konnte man bei Caterpillar den Schweißern bei der Arbeit zusehen.© Foto: Günther Goldstein
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Drei neue Standorte

Erstmals mit dabei waren in diesem Jahr das AWO-Seniorenzentrum „Minister Achenbach“, die Volksbank Waltrop und der Garten- und Landschaftsbau Norbert Baasner gemeinsam mit dem Bauverein zu Lünen. Auch Aurubis, Remondis, Steag und Caterpillar nahmen wieder teil. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) verband die verschiedenen Standorte mit sechs Shuttlebussen.

Die Bilanz der Betriebe: positiv. Das Recyclingunternehmen Remondis zählte über 500 Besucher und teilte mit: „Es freut uns, dass sich die Mädchen und Jungen aller weiterführenden Schulen sich für eine Ausbildung bei uns interessieren.“ Marcel Weidensee von der Volksbank Waltrop: „Wir haben viele potenzielle Bewerber für eine Ausbildung zum Bankkaufmann und Bankkauffrau kennengelernt.“

Genau das Richtige

Auch Thomas Brandt vom AWO-Seniorenzentrum zieht nach der ersten Teilnahme ein positives Fazit: „Durchgehend wurden informative Gespräche geführt.“ Im kommenden Jahr wolle man den Interessenten noch mehr Ausbildungsberufe vor Ort präsentieren. Dr. Jürgen Fröhlich von Steag sieht die Ausbildungsnacht vor allem als Chance: „Wir haben hier die Möglichkeit, unsere ‚Azubis von Morgen‘ kennenzulernen.“ 

Monika Lewek-Althoff vom Übergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Lünen koordinierte die Veranstaltung und lobte das Engagement der Betriebe: „Für diese Nacht haben die Firmen äußerst viel investiert.“ Auch die Besucher waren vom Angebot der Betriebe angetan: „Ich kann mir gut vorstellen, eine praktische Ausbildung nach dem Abitur anzufangen“, so die 19-jährige Sonja Damer. Dafür sei die Veranstaltung genau das Richtige.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatte der Berufsinformationstag (BIT) stattgefunden. Gemeinsam mit der Lüner Nacht der Ausbildung zählt er in diesem Jahr erstmals zu den Talent-Tagen Ruhr der Metropole Ruhr. 

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