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Solarpotenzial in Lünen steigt weiter an - doch die Photovoltaik-Anlagen bergen Risiken

rnPhotovoltaik-Anlagen

Prinzipiell eine saubere Sache: Strom aus Photovoltaikanlagen ist in Lünen beliebt. Es gibt allerdings ein paar Risiken, denen man sich bewusst sein sollte. Das empfiehlt auch die Feuerwehr.

Lünen

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In Lünen waren Ende 2018 964 Photovoltaik-Anlagen installiert, ihre Gesamtleistung beträgt 10.902 Kilowatt. Die Stadtwerke unterhalten davon 31 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 1698 Kilowatt. Weitere PV-Anlagen wären möglich, wer sich für eine solche Installation interessiert, kann unter anderem auf das Stadtwerke-Portal zurückgreifen und prüfen, ob sein Dach geeignet ist.

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Das Potenzial ist die eine Sache, Sicherheit die andere. Prinzipiell geht von Photovoltaik-Anlagen keine Gefahr aus. Schwierig wird es dann, wenn sie in Brand geraten - denn einfach löschen ist nicht unbedingt möglich. „Die gesamte Anlage steht unter Spannung“, erklärt Benedikgt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen. Eine Photooltaik-Anlage lasse sich durch die Feuerwehr nicht stromfrei schalten. „Bei Tageslicht wird stetig Strom produziert und zum Wechselrichter geliefert“, so Spangardt. „Die Löscharbeiten können allerdings mit gängigen Löschmitteln unter Einhaltung von Sicherheitsnormen erfolgen.“

Feuerwehr wünscht sich „Not-Aus“

Karl-Heinz Knorr, Vize-Chef des Deutschen Feuerwehrverbandes, weiß, was sich die Feuerwehr wünscht: „Ein Notaus-Schalter, der von zentraler Stelle bedient werden kann und im direkten Bereich der Photovoltaik-Module wirkt, ist aus unserer Sicht die beste Lösung.“ In Lünen bildet sich die Feuerwehr regelmäßig in Schulungen zum Thema Photovoltaik fort. „In Lünen hat es aber bisher keine derartigen Einsätze gegeben“, weiß Benedikt Spangardt.

Sollten die Photozellen einer Photovoltaikanlage in Brand geraten sein, werden gängige Löschmittel eingesetzt: Wasser und Schaum. „Löscharbeiten können mit den Sicherheitsabständen erfolgen, die für elektrische Anlagen im Niederspannungsbereich (bis 1000 Volt) üblich sind“, so Spangardt. Allerdings besteht bei einem Brand auch eine Ausbreitungsgefahr auf die nebenliegende Dachhaut oder den Dachstuhl auf dem die Anlage installiert ist. „Eine Gefahr kann zudem sein, dass beim Brand einer Dachkonstruktion das Gewicht des PV-Generators zum Einsturz der Dachkonstruktion führen kann“, führt der Stadtsprecher weiter aus.

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Im Rahmen der Gefahrenbeurteilung bewerte die Feuerwehr, je nach Einsatzlage, stets mehrere Aspekte: „Im Falle von brennenden Photovoltaikanlagen sind die wichtigsten Aspekte: Gefahren durch Elektrizität, Gefahren durch Einsturz des Dachs oder Absturz von Teilen sowie die Gefahr der Brandausbreitung.“

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