Solche Mutproben sind höchst gefährlich und kein Kinderspiel

Meinung

An drei Tagen nacheinander Steinwürfe auf Busse in Brambauer und jetzt wieder in Lünen gefährliche Aktionen an Gleisen. Was da passiert, ist kein Kinderspiel, findet unsere Autorin

Lünen

, 08.03.2021, 11:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Stoßstange haben Lüner Jugendliche auf die Gleise (Symbolbild) gelegt. Das ist eine höchst gefährliche Aktion und kein Kinderspiel.

Eine Stoßstange haben Lüner Jugendliche auf die Gleise (Symbolbild) gelegt. Das ist eine höchst gefährliche Aktion und kein Kinderspiel. © Foto: Fröhling (A)

Einige Jugendliche in Lünen haben in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt, die Sorgen machen: Vier Busse in Brambauer sind an drei Abenden hintereinander mit Steinen und anderen Wurfgeschossen beworfen worden. Scheiben zersplitterten, Menschen waren in Gefahr. Zum Glück ist niemand verletzt worden. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hat allerdings Konsequenzen gezogen. Bis zunächst Sonntag (7.3.) wurde die Linienführung der Busse in den Abendstunden verändert. Die Reaktion ist verständlich. Doch auf Dauer kann es nicht sein, dass Busse gewohnte Haltestellen meiden, nur weil einige junge Leute Lust auf gefährliche Mutproben haben.

Auch zwei Vorkommnisse an den Gleisen geben zu denken. Am Samstag (6.3.) legten drei Jugendliche aus Lünen eine Stoßstange auf die Güterzugstrecke. Sie zwangen einen Zug zum Halten und sorgten für Verspätungen. Auch hier ist es glimpflich ausgegangen. Wie Ende Februar, als fünf Jugendliche den Güterzugverkehr auf der Hamm-Osterfelder Bahn in Oberaden zum Erliegen gebracht haben, weil sie sich einige auf die Gleise setzten und andere einen Zug ausbremsten.

Das alles ist mit Corona-Langeweile nicht zu entschuldigen. Diese Mutproben können tödlich sein. Sie bringen Menschen in Gefahr.

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