SPD-Chef will Spitzenjob im Rathaus

01.09.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Lünens SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Kleine-Frauns bewirbt sich auf die Stelle des dritten Beigeordneten in der Stadtverwaltung.

Er selbst machte die Bewerbung gestern öffentlich - wohl um Vorwürfen der Vetternwirtschaft zuvor zu kommen.

Zwar könne niemand leugnen, dass das Parteibuch bei politischen Wahlbeamten häufig eine Rolle spiele. Unmittelbar entscheidend und maßgeblich für die Auswahl seien demgegenüber aber die Qualifikation und Erfahrung für das Amt.

"Hier stelle ich mich dem Wettbewerb mit den zahlreichen anderen Bewerbern um diesen Spitzenjob", erklärte der 41-jährige Rechtsanwalt.

Kleine-Frauns ist seit acht Jahren in einer Lüner Anwaltsgemeinschaft tätig und steht seit gut drei Jahren an der Spitze des SPD-Stadtverbandes.

Am Montagnachmittag informierte er die SPD-Fraktion über seine Bewerbung. Sein Amt als Parteivorsitzender wolle er bis zum Ende des Auswahlverfahrens ruhen lassen.

Über 60 Bewerbungen sind laut Mitteilung der Stadt für die Beigeordnetenstelle eingegangen. Die Bereiche Kultur und Sport sollen u.a. in den Geschäftsbereich des neuen Beigeordneten fallen, der vom Rat für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt wird.

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick kündigte an, einen Bewerberspiegel für die sechs Ratsfraktionen vorzubereiten. Über das weitere Auswahlverfahren soll am 16. September der Ältestenrat beraten. Fie-

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