SPD hält Kreuzung Moltkestraße weiterhin für viel zu gefährlich

rnVerkehr in Lünen

Trotz angekündigter Nachbesserungen fordert der SPD-Ortsverein Lünen-Stadt die Umsetzung des vorliegenden Verkehrsgutachtens für die Kreuzung Moltkestraße. Koste es, was es wolle.

Lünen

, 05.01.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kritik an den von der Stadt Lünen ergriffenen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Radfahrern an der Gefahrenkreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Moltkestraße reißt nicht ab. Nach dem ADFC kommt auch der SPD-Ortsverein Lünen-Stadt nach einem Ortstermin am Freitag (4. Januar) zu dem Ergebnis: „Das kann nicht die endgültige Lösung sein.“ Das sagte Ortsvereins-Vorsitzender Kevin Przygodda stellvertretend für die zahlreich erschienenen Mitglieder.

Verantwortliche und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Lünen-Stadt nahmen die Situation an der Gefahrenkreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Moltkestraße unter die Lupe.

Verantwortliche und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Lünen-Stadt nahmen die Situation an der Gefahrenkreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Moltkestraße unter die Lupe. © Storks

Wie es weiter hieß, werde sich der Ortsverein dafür einsetzen, dass das Thema im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung erneut besprochen wird. Im Kern soll es dabei um die Frage gehen, ob das eigens von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten zur Erhöhung der Radfahrer-Sicherheit an der besagten Kreuzung nicht doch noch umgesetzt werden kann. Die Umsetzung dieses Gutachtens ist nach früheren Angaben der Stadt an den Kosten gescheitert. Dazu sagte Kevin Przygodda am Freitag: „Wenn es um die Sicherheit von Menschenleben geht, spielen Kosten eine Nebenrolle. Notfalls muss die Stadt ein neues Gutachten in Auftrag geben.“

Diese Aussage dürfte Wasser auf die Mühlen des Lüner ADFC sein. Dessen Sprecher Jürgen Heidenreich hatte Ende November im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt: „Die gefundene Lösung ist ein Armutszeugnis für die vermeintlich freundliche Fahrradstadt Lünen.“

Tödliche Unfälle

Zur Erinnerung: Die Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Moltkestraße zählt zu den gefährlichsten Knotenpunkten in der Lüner City. Hier gab es in der Vergangenheit mehrere Unfälle, bei denen Radfahrer ums Leben kamen. Deshalb hat die Stadt an dieser Gefahrenstelle Ende vergangenen Jahres bereits neue Ampeln und eine neue Fahrbahn-Markierung aufgebracht - um Radfahrer zu schützen. Nur wenig später stellte sich heraus, dass das Ganze noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wie es Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker am 28. November 2018 im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung formulierte: „Eine erste Wirkungskontrolle der neuen Maßnahmen an der Kreuzung hat ergeben, dass hier noch Optimierungsbedarf besteht.“ Geplant sei, „die Moltkestraße aus der grünen Welle rauszunehmen“. Die neue Verkehrssituation habe zu Rückstaus in die Moltkestraße auf beiden Seiten geführt, mit den entsprechenden Verkehrsbehinderungen, so Reeker weiter.

Weitere Piktogramme

Neben der Anpassung der Grünzeiten wollte die Stadt bei der Beschilderung nachbessern und die neuen Radfahrstreifen um weitere Piktogramme ergänzen, um Rad- und Autofahrer beim Zufahren auf die Kreuzung besser zu informieren. Im günstigsten Fall, hieß es bei der Stadt Ende November weiter, sollten die Nachbesserungen noch vor Weihnachten, spätestens aber bis Mitte Januar erfolgen. Am Freitag sah es vor Ort nicht danach aus, dass etwas passiert ist. Bei der Stadt war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ungeachtet der angekündigten Nachbesserungen steht für den ADFC und den SPD-Ortsverein Lünen-Stadt fest: „Trotz weiterer Optimierung kann das Alles nur eine Übergangslösung sein.“

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