SPD in Lünen rutscht unter 1000 Mitglieder

Mitgliederzahlen der Parteien

Die SPD bleibt zwar die mit Abstand mitgliederstärkste Partei in Lünen. Im vergangenen Jahr haben die Sozialdemokraten aber die Marke von 1000 Mitgliedern gerissen. Zu den Verlierern gehört auch die CDU, die unter 400 Mitglieder sackte. Doch es gibt auch steigende Zahlen.

LÜNEN

, 11.01.2016, 06:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
SPD in Lünen rutscht unter 1000 Mitglieder

Die SPD in Lünen hat wieder Mitglieder verloren, bleibt aber größte Partei der Stadt.

Die GFL setzt ihre Tendenz wachsender Mitgliederzahlen fort. Grüne und FDP folgen mit deutlichem Abstand.

„Wir haben keine Austrittswellen, aber ein relativ hohes Durchschnittsalter“, kommentiert SPD-Vorsitzender Michael Thews die Entwicklung. Soll heißen: Es ist häufig der Tod, der Mitglieder aus den Reihen der Sozialdemokraten reißt. Um das auszugleichen, müssten viele Neumitglieder gewonnen werden. „Daran arbeiten wir aktiv“, betont Thews, „jeder Ortsverein versucht das über Ansprache zu organisieren.“ Für den 23. Januar habe die SPD circa 50 Neumitglieder zum Kennenlernen und Informationsaustausch eingeladen.

Über 500 Menschen

Andreas Kops, Vorsitzender der Lüner CDU, rechnet den 382 Mitgliedern der Partei am Ende des Jahres 2015 noch circa 75 der Seniorenunion und circa 40 der Jungen Union hinzu. Diese 115 Mitglieder der beiden CDU-Vereinigungen gehörten nicht der Partei an. „Im Gegensatz zu anderen Parteien müssen sie nicht zwingend Mitglieder der CDU Deutschlands sein“, erläutert Kops. So kommt er auf über 500 Menschen, die in Lünen in der CDU und ihren Vereinigungen mitwirken.

Rückläufige Mitgliederzahlen spiegeln für Kops die generell gesunkene Bereitschaft wider, sich politisch oder gesellschaftlich zu engagieren. Das Heranführen junger Mitglieder sei der CDU daher besonders wichtig. Allerdings könne das notwendige Vertrauen in neue Mitglieder auch enttäuscht werden. Damit spielt Kops auf die Austritte der Fraktionsmitglieder Dirk Holstein und Marcel Schulz an.

Eitel Sonnenschein bei Wählergemeinschaft 

Eitel Sonnenschein hingegen herrscht bei der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL), die seit Gründung 2007 Jahr für Jahr ihre Mitgliederzahl steigert. Die GFL könne Lüner Bürgerinnen und Bürger „zunehmend von ihrer bürgernahen, sachlichen und transparenten Politik überzeugen“, sagt GFL-Vorsitzender Dr. Johannes Hofnagel.

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Todesfälle prägender grüner Politiker und der Wegzug engagierter Mitglieder aus Lünen hätten Lücken bei den Grünen hinterlassen, betont Parteisprecher Benedikt Wüste-feld. Das bereits 2015 formulierte Ziel der Mitgliederneugewinnung solle in diesem Jahr umgesetzt werden. Dazu soll das in die Münsterstraße 78b verlegte Büro zum Bürgertreff werden.

Eine „kleine Delle“ bei der FDP

Bei der Lüner FDP, so Julius Will für die Lüner Liberalen, habe es nach dem Ausscheiden der Partei aus dem Bundestag 2013 „eine kleine Delle“ gegeben. Aktuell spricht Will von einer stabilen Mitgliederentwicklung, sowohl in Lünen, wie im Kreis und in NRW. Man blicke zuversichtlich auf 2016.

 

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