Sperrung des Dortmunder Hauptbahnhofs wirkte sich auch auf Lünen und Selm aus

Redakteur
In Lünen mussten alle Fahrgäste gen Dortmund den Zug verlassen. Daher fuhr der Zug, der 9.11 Uhr ankam direkt gen Münster zurück.
In Lünen mussten alle Fahrgäste gen Dortmund den Zug verlassen. Daher fuhr der Zug, der 9.11 Uhr ankam direkt gen Münster zurück. © Maximilian Konrad
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Am Dienstagmorgen (9. August) herrschte hektisches Treiben am Lüner Hauptbahnhof: Alle Fahrgäste des Regionalzuges von Münster gen Dortmund (RB 50) mussten gegen 9.15 Uhr den Zug verlassen. Der Grund: Der Dortmunder Hauptbahnhof war wegen eines verdächtigen Gegenstandes voll gesperrt und geräumt worden. Auch die Züge der Linie RB 51 über Selm fuhren nicht.

Das führte dazu, dass alle Reisenden auf die Busse auswichen. Fahrgäste schauten an den Bustafeln, welche Linie sie jetzt nach Dortmund bringen könnte. Busfahrer wurden gefragt, in sämtlichen Nahverkehrs-Apps nach möglichen Wegen gesucht. Pendler wirkten genervt, teilweise verzweifelt und wollten nicht mit uns sprechen.

Am Busbahnhof suchten die Fahrgäste nach einer Alternative zum Zug, um nach Dortmund zu kommen.
Am Busbahnhof suchten die Fahrgäste nach einer Alternative zum Zug, um nach Dortmund zu kommen. © Maximilian Konrad

Gegen 9.35 Uhr gab die Bundespolizei bekannt, dass der Dortmunder Hauptbahnhof wieder freigegeben wird. „Die Entschärfer haben einen Schlafsack gefunden, der Gegenstand ist also harmlos“, sagt eine Pressesprecherin der Bundespolizei. Gegen 11.30 Uhr hatte sich der Zugverkehr von und nach Dortmund hat sich wieder normalisiert. Einige Züge hatten noch minimale Verspätung.

Auslöser in den frühen Morgenstunden war ein herrenloser Seesack. Wie die Bundespolizei auf mitteilte, wurde dieser gegen 6.30 Uhr gefunden. Kurz vor 8 Uhr habe man sich entschieden, die umliegenden Gleise zu sperren und den Bahnhof zu räumen.