Spielplatz Tobiaspark als einziger noch gesperrt: Viele ignorieren das

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Als einziger Spielplatz in Lünen ist der am Tobiaspark gesperrt - theoretisch. Denn viele Lüner schieben das Absperrband beiseite. Die Stadt hält aber an ihrer Entscheidung fest.

Lünen

, 08.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast täglich liegt das Absperrband auf dem Spielplatz am Tobiaspark auf dem Boden. Kinder toben auf den Geräten, und vor allem abends sitzen Menschen in Gruppen auf den Bänken. Dabei ist der Spielplatz aufgrund der Corona-Krise gesperrt. Alle anderen in Lünen sind hingegen längst wieder geöffnet.

Ebenso regelmäßig lässt die Stadt das Absperrband rund um den Tobiaspark wieder befestigen. Wo ist der Sinn?

Das fragen sich viele Lüner inzwischen. „Wir wissen, dass die Absperrung immer wieder entfernt wird, ebenso oft bringen Kolleginnen und Kollegen sie im Rahmen der üblichen Kontrollen wieder an“, bestätigt Stadtsprecher Benedikt Spangardt die Beobachtungen. Als die Landesregierung die Öffnung der Spielplätze wieder erlaubte, habe sich der Stab Außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Lünen ganz bewusst für eine weitere Absperrung entschieden. Auch das Wasserspiel werde nicht aktiviert, wie übrigens auch nicht am Rathaus und im Lippepark.

Menschenansammlungen eindämmen

In den Augen des Stabes sei am Tobiaspark die Wahrscheinlichkeit großer Menschenansammlungen hoch. „Mit der Absperrung wird das zumindest etwas eingedämmt“, erklärt Spangardt die Entscheidung. Zur Frage der Kontrolle teilt er mit: „Unsere Kontrolltätigkeit erstreckt sich aufs ganze Stadtgebiet, daher gibt es gewisse Grenzen, was die Präsenz an einzelnen Orten angeht.“

Regelmäßig stehe die Entscheidung der Sperrung des Spielplatzes am Tobiaspark auf dem Prüfstand. Am Dienstag (14.7.) werde erneut darüber beraten.

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Pandemie noch nicht bewältigt

Obwohl die Fallzahlen der Corona-Infektionen stagnieren, gehe die Verwaltung aus, dass die Pandemie-Situation noch nicht bewältigt sei. „Unsere Aufgabe ist es unter anderem, mit ordnungsbehördlichen Mitteln zu verhindern, dass sich das Virus in Lünen (erneut) verbreiten kann“, teilt Spangardt mit. Jede Maßnahme, die in der Hand der Kommune liege, werde vor diesem Hintergrund sorgsam abgewogen. In dem Zusammenhang nannte Spangardt auch das Badeverbot im Horstmarer See.

Um am Tobaispark die Einhaltung der Absperrung zu kontrollieren, setzt die Stadt allerdings keinen Sicherheitsdienst ein. Die Kontrolle übernehme der Außendienst des Ordnungsamtes, der den Spielplatz im Rahmen der üblichen Streife im Blick habe, wie es heißt.

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