Wahlkampf in Lünen

Spontane Kundgebung gegen Rechtspopulisten auf dem Europaplatz in Lünen

Die rechtspopulistische AfD hatte eine Kundgebung auf dem Europaplatz in Lünen angekündigt. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Zahlenmäßig waren die Gegner leicht überlegen.

Unter dem Motto „Demokratie zurück auf die Marktplätze“ hatte die rechtspopulistische AfD für Dienstag (31. August) gleich zwei Kundgebungen angemeldet: Zunächst sollte laut Polizei am Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr ein Stand aufgebaut werden, an dem auch ein Bundestagsabgeordneter sprechen sollte. Für den Nachmittag war dann ein weiterer Stand auf dem Europaplatz angemeldet worden. „Dort wurde dann eine Spontandemonstration als Gegenveranstaltung angemeldet“, so eine Polizeisprecherin.

Nach Angaben der Behörde rechnete die AfD am Nachmittag mit „maximal 50 Personen“, die Veranstaltung sollte von 14 bis 19 Uhr dauern. Am Ende registrierte die Polizei zehn Teilnehmer am Parteistand. Die Gegen-Demo startete gegen 16 Uhr. „Dort waren es elf Teilnehmer“, erklärte die Polizeisprecherin. Um 17.40 Uhr hatte die AfD offenbar genug und baute ihren Stand vorzeitig ab, woraufhin sich auch die Gegendemo auflöste.

Normalerweise muss ein Wahlkampf-Stand übrigens nicht bei der Polizei angemeldet werden. „Wenn die sich in die Fußgängerzone stellen und Flummis verteilen, ist das Werbung, aber keine Kundgebung.“ Die AfD habe die beiden Aktionen jedoch unter ein Motto gestellt und als entsprechende Veranstaltungen angekündigt. Dazu war eine Genehmigung erforderlich, die auch von der Polizei erteilt wurde – genau wie für die Gegendemo.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
Zur Autorenseite
Daniel Claeßen