St.-Marien-Hospital: Mobbing-Streit geht in die nächste Runde

LÜNEN Der Mobbing-Streit zwischen einem früheren Oberarzt und dem St.-Marien-Hospital in Lünen ist am Donnerstag vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Hamm in die nächste Runde gegangen. Ergebnis: Beide Seiten wollen nun bis zum 11. Juli versuchen, einen Kompromiss zu finden, um die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung zu beenden.

von Von Martin von Braunschweig

, 12.06.2008, 15:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fall des Oberarztes gilt bereits jetzt als einzigartig: Nach zwei verlorenen Prozessen in Dortmund und Hamm fuhr der Mediziner 2007 beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt einen Sieg ein. Erstmals sprach damals eine höchste deutsche Gerichtsinstanz einem Mobbing-Opfer Schmerzensgeld seines Arbeitgebers zu. Die Höhe der Summe solle allerdings das Landesarbeitsgericht in Hamm festlegen, hieß es.

Oberarzt ist psychisch erkrankt

Der Oberarzt ist seit November 2003 psychisch erkrankt, weil er sich von seinem Chefarzt herablassend und schlecht behandelt fühlte. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder holt das Gericht ein Gutachten über die Schwere der Beeinträchtigung des Klägers ein. Oder die Klinik und der Mediziner schließen doch noch einen Kompromiss. Im Prozess war bereits von Ausgleichs-Jobs und Gehältern von fast 100 000 Euro die Rede.

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